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Traditionelles, Tänze und Musik

Wenkbächer Dorfmarkt Traditionelles, Tänze und Musik

Bei meist sonnig-warmem Wetter zog der 24. Wenkbächer Dorfmarkt am Wochenende mehrere Tausend Besucher in den Weimarer Ortsteil.

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Zahlreiche Besucher strömten am Wochenende durch die Dorfstraße Wenkbachs (großes Bild) und stöberten unter anderem an den verschiedenen Verkaufsständen (rechts). Am Sonntag sorgten unter anderem die „Wenkbächer Schoppesänger“ (unten links) mit ihren lus

Besonders am Sonntagnachmittag musste man manchmal etwas länger nach einem Parkplatz suchen. Der gemütliche Markt, der sich ausschließlich auf die Dorfstraße beschränkt, lud mit einem breiten Angebot von rund 60 Ausstellern zum Bummeln und Verweilen ein.

Von Knöpfen und Kleidung, von Imkerhonig über selbstgestrickte Socken bis zu Gedrechseltem reichte dieses. Zahlreiche Anbieter kommen jedes Jahr wieder und fragen vorher an, ob sie ihren Stammplatz wieder bekommen können. Zu den neuen Ausstellern gehörte dieses Jahr ein Wenkbächer: Andreas Zimmermann alias Messerschleifer „Andragon“. In mittelalterlichem Gewand bot er auf seinem nicht ganz so betagten, aber immerhin gut 100 Jahre alten Schleifstein mit selbstgebautem Fußantrieb das Schärfen von Messern und Scheren an.

Am Sonntagnachmittag unterhielten zahlreiche Auftritte von Gruppen aus Wenkbach und der Region auf dem Bürgerhausvorplatz und auf dem Hof Schmidt die Gäste.

Die Wenkbächer Schoppesänger brachten spaßige Lieder über Seniorendiscos, die Liebe oder die „Runkel-Riebe-Roppmaschin“. Die Tanzgruppen Screwdriver und 1 to Step vom veranstaltenden KZV Bürger- und Kulturverein Wenkbach zeigten flotte Hip-Hop-Tänze mit Breakdance-Einlagen.

Die Burgwaldkälwer aus Oberrosphe hatten sowohl traditionelle Volkstänze als auch Modernes im Repertoire. Westernstimmung verbreiteten die Line Dancer Oberweimar, die zum Mittanzen einluden. Außerdem tanzten die Gladenbacher Trachtengruppe sowie Marina und die Latinas vom KZV.

Die besonders für Kinder faszinierende Kaninchenausstellung auf Hanse Hof mit 36 Tieren erinnerte daran, dass der Bürger- und Kulturverein seinen Ursprung im Kaninchenzuchtverein hat.

Mit dem traditionellen Fass­anstich durch Weimars Bürgermeister Peter Eidam war der Markt am Samstagmorgen unter den Klängen der Goßfeldener Grenzgangmusikanten eröffnet worden.

Zuvor hatten die Veranstalter und Besucher des im Juni verstorbenen Vereinsvorsitzenden Willi Michel gedacht. Dieser Todesfall sowie das allgemein nachlassende Engagement hatten die Organisation des Marktes erschwert.

Eidam wie auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert hoben die Bedeutung des Traditionsmarktes als Ort der Kommunikation hervor und appellierten auch an jüngere Menschen, sich ­einzusetzen. Diesmal gab es zwei Freibierfässer, denn Bürgermeister Eidam feierte seinen 50. Geburtstag.

Er erhielt auch gleich zwei Geschenke: Zum einen, so der KZV-Vizevorsitzende Kurt Barth, solle er „in seinem Alter“ nicht mehr auf der Bierzeltgarnitur sitzen müssen und durfte auf einem Thron mit Gemeindewappen Platz nehmen

Außerdem erhielt er eine, ebenfalls von Heinrich Evelbauer geschaffene Amtskette, auf der mehrere Fotos aus Eidams Leben von seiner Einschulung, bis heute zu sehen sind.

Am Nachmittag gab es erstmals ein „Menschenkicker“-Turnier. Etwa 400 Gäste kamen zum musikalischen Stimmungsabend, der vom Gesangverein Wenkbach eröffnet wurde. Danach spielte die Rhönland-Band bis tief in die Nacht.Zwischendurch traten die Blue Whites aus Roth und das Männerballett aus Wenkbach auf.

Die letzten Gäste gingen erst gegen 3.30 Uhr nach Hause.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Festgottesdienst mit 160 Besuchern. Zum Frühschoppen spielte das Duo Soundexpress.

con Manfred Schubert

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