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Nordkreis Täter soll 7 Jahre und 6 Monate hinter Gitter
Landkreis Nordkreis Täter soll 7 Jahre und 6 Monate hinter Gitter
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18:32 23.11.2010
Der Angeklagte betrat am Montag wie schon am Mittwoch in Handschellen den Gerichtssaal. Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Staatsanwaltschaft wie auch die Anwältin der Eltern der getöteten Frau, die als Nebenkläger auftraten, beantragten jeweils neun Jahre Haft, der Verteidiger hingegen eine deutlich kürzere Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten.

Obgleich die Schwurgerichtskammer des Marburger Landgerichts unter dem Vorsitz von Richter Dr. Carsten Paul mit sieben Jahren und sechs Monaten so etwas wie die Mitte der beiden Forderungen bediente, ließen sich Verteidigung wie Staatsanwaltschaft noch nicht auf eine Rechtsverbindlichkeit dieses Urteils ein.

Das bedeutet, dass innerhalb von einer Woche durchaus noch eine Revision beantragt werden könnte. Verstreicht die Woche ohne Eingabe wird das Urteil automatisch rechtskräftig. Der Angeklagte verbleibt so lange noch in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine relativ hohe Freiheitsstrafe, weil der Angeklagte mehrfach versucht hatte, die Tat zu leugnen und stets nur so viel zugegeben hatte, wie man ihn ohnehin hätte beweisen können. Die Verteidigung hielt dieser Haltung entgegen, dass sich der 24-Jährige zum Auftakt der Hauptverhandlung am vergangenen Mittwoch zur Tat bekannt habe und zudem noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sei. Als erwachsener Ersttäter könne man nicht im oberen Drittel der möglichen Bestrafung operieren, so Verteidiger Peter Thiel.

von Götz Schaub

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Ein Video zu diesem Thema sehen Sie hier am Dienstag ab 18 Uhr.

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