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Täter rückt von Notwehrversion ab

Prozessauftakt Täter rückt von Notwehrversion ab

Der Angeklagte ist geständig, seine Ex-Freundin erwürgt zu haben. Er rückte sogar von seiner Behauptung ab, in Notwehr gehandelt zu haben. Und doch bleibt der Fall kompliziert.

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Mit gesenktem Kopf nahm der Angeklagte am Mittwoch neben seinem Verteidiger Peter Thiel Platz. Über diesen ließ er eine Erklärung verlesen, sonst machte er keine weiteren Angaben.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Da durfte die Staatsanwaltschaft staunen. Zum Auftakt des Prozesses gegen einen 24-Jährigen aus Südhessen, der im April diesen Jahres in Cölbe seine 22-jährige Ex-Freundin erwürgt hat, ließ eben dieser über seinen Anwalt eine Erklärung verlesen. Darin räumte er wie schon bei seiner Vernehmung nach seiner Festnahme die Tat als solche ein. Doch erstmals rückte er am Mittwoch davon ab, in Notwehr gehandelt zu haben. In der Erklärung führte er aus, seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung aufgesucht zu haben, um noch einige DVDs abzuholen. Als seine Ex-Freundin dann plötzlich angefangen habe, ihn verbal herabzusetzen, sich über seine mangelnde Hygiene und unbefriedigenden Sex beschwerte, habe er ihr mit beiden Händen an den Hals gefasst und dann fest zugedrückt. Er habe sofort von ihr abgelassen, als sie sich nicht mehr bewegte, doch sei es da schon zu spät gewesen. Er habe dann nur noch daran gedacht, nach Hause zu fahren. Das Urteil wird für Montag erwartet.

von Götz Schaub

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