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Nordkreis Synode stimmt Kirchenkreisreform zu
Landkreis Nordkreis Synode stimmt Kirchenkreisreform zu
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21:01 27.05.2011
72 der 94 anwesenden Synodalen stimmten für die Beschlussvorlage des Strukturausschusses der drei oberhessischen Kirchenkreise zur Bildung zweier neuer Kirchenkreise. Quelle: Schubert

Wehrda. Die Zahl der Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck soll innerhalb des Landkreises von drei auf zwei verringert werden.

Entsprechende Vorgaben hatte die Landeskirche 2009 vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen aufgrund des Bevölkerungsrückgangs und Abwanderungen aus strukturschwachen Gebieten Hessens und damit einhergehenden verringerten Einnahmen und der Notwendigkeit zu Einsparungen gemacht.

Bereits die vorangegangenen Synoden der drei Kirchenkreise Kirchhain, Marburg-Land und Marburg-Stadt hatten sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Die teils leidenschaftlich vorgetragenen Anregungen und Kritiken sind in die vom gemeinsamen Strukturausschuss erarbeitete Vorlage eingeflossen, über die nun die Kreissynoden beschließen sollen.

Als erste stellten sich am Donnerstag 94 Synodale des größten der drei Kirchenkreise in der Trinitatiskirche in Wehrda dieser Aufgabe. Dass die Versammlung über drei Stunden dauerte und nochmals viele Argumente ausgetauscht wurden, zeigte, wie emotional das Thema besetzt ist, auch, wenn einige Synodale andeuteten, dass sie endlich mit dieser formalen Aufgabe abschließen und sich anderen Dingen widmen wollen.

Bei 18 Gegenstimmen und vier Enthaltungen wurde die Vorlage des Ausschusses zur Bildung der zwei neuen Kirchenkreise angenommen. Aus formaljuristischen Gründen war der Beschluss über die Satzungen der künftigen Kirchenkreise, die zum 1. Januar 2012 in Kraft treten sollten, abgeändert worden in eine zustimmende Kenntnisnahme durch die Synode. Erst die künftigen neuen Synoden dürfen die Satzungen beschließen. Bei dieser Abstimmung gab es 18 Enthaltungen und sieben Gegenstimmen.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

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