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Nordkreis Student steht für sein Verhalten ein
Landkreis Nordkreis Student steht für sein Verhalten ein
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18:05 24.07.2012
Marburg

Aufgrund zu schnellen Fahrens, das eine unzulässige Menge an Punkten zur Folge hatte, hatte er bereits seinen Führerschein eingebüßt. An einem frühen Sonntagmorgen im Januar war der 26-jährige Student dann trotzdem in Münchhausen am Steuer eines Fahrzeugs erwischt worden. Gestern musste er sich deswegen vor dem Marburger Amtsgericht verantworten.

„Mein Mandant ist geständig. An der Sache gibt‘s auch nichts zu beschönigen“, stellte Rechtsanwalt Thomas Strecker gleich zu Beginn fest.

Dann erzählte der Student Richter Dominik Best seine Lebensgeschichte. Geboren und aufgewachsen in Kasachstan verlor er früh beide Elternteile durch Tod. 1997 war er dann mit seiner Oma und seiner Schwester nach Deutschland gekommen. Der Tod seiner Eltern hatte weitreichende Spuren hinterlassen. „Dieser Meilenstein in meinem Leben“, so der Angeklagte, „hat sich auf viele Bereiche ausgeweitet.“ Immer habe er Stärke zeigen müssen und so hatte er keinem aus seinem Umfeld von dem Verlust seines Führerscheins erzählt und die Tatsache einfach ignoriert - auch vor sich selbst.

Therapie setzt Wendepunkt in seinem Leben fest

Er habe jetzt eine Therapie abgeschlossen, die ihn dazu brachte, die Dinge zu reflektieren. „Ich finde, wir haben es hier mit einem jungen Mann zu tun, der mit seinem Leben aufgeräumt hat“, so sein Anwalt. Und das sei eine wichtige Voraussetzung für seine künftige Aufgabe als Führungspersönlichkeit.

„Die Tat ist ein Fakt und lässt sich auch bei allem Schicksal nicht leugnen“, sagte Staatsanwältin Annemarie Wied in ihrem Plädoyer. Der Fall müsse niedrig, aber nicht ganz niedrig geahndet werden.

Dieser Auffassung schloss sich auch Richter Best an. Er verurteilte den Studenten zu einer Geldstrafe von 300 Euro. Zusätzlich verhängte er ein zweimonatiges Fahrverbot. In seiner kurzen Rede zum letzten Wort entschuldigte sich der Angeklagte bei allen Verkehrsteilnehmern, die er möglicherweise durch seine Fahrweise bedroht haben könnte.

von Kristina Gerstenmaier

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