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Straße macht Oberndorfern zu schaffen

Oberndorf Straße macht Oberndorfern zu schaffen

Die Ortsdurchfahrt von Wetters kleinstem Stadtteil Oberndorf ist eng und gefährlich. Deshalb wünschen sich die Bürger eine durchgehende Tempo-30-Regelung.

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Bei der Bürgerversammlung in Oberndorf wurde den Teilnehmern am eigenen Leib bewusst, wie eng und gefährlich es an der Landesstraße für Fußgänger werden kann. Die Kurve soll an dieser Stelle bei der Sanierung deutlich entschärft werden.

Quelle: Michael Agricola

Oberndorf. Der Wunsch nach einer Verbesserung der Ortsdurchfahrt beschäftigt die Oberndorfer schon sehr lange. Inzwischen gibt es auch konkrete Pläne, wie die marode Landesstraße innerhalb des Dorfes saniert und umgestaltet werden soll. Doch mit einem Baubeginn ist, das wurde auch bei der Bürgerversammlung deutlich, nicht vor 2013 zu rechnen.

Denn viele Autofahrer führen, vor allem von der abschüssigen Strecke aus Warzenbach kommend, viel zu schnell in den Ort hinein und seien auch innerorts zu schnell unterwegs, berichteten die Anwohner.

Für die Forderung nach einem durchgehenden Tempo 30 im Ort will sich der Stadtrat um Bürgermeister Kai-Uwe Spanka einsetzen, auch die anwesenden Vertreter der Fraktionen signalisierten ihre Unterstützung. Zu entscheiden haben sie es jedoch nicht. Da es sich um eine Landesstraße handele, kann die Stadt hier nicht selbst handeln und die Erfahrung habe gezeigt, dass es nicht so einfach sei, auf Landesstraßen Tempo 30 genehmigt zu bekommen, so Spanka. „Denn wir müssen dann den Beweis antreten, dass es sich um Gefahrenstellen handelt.“

Der Stadtverordnete Hans-Bernd Kuhnen regte an, dass man für die Übergangszeit – kostengünstig – durch entsprechende provisorische Straßenmarkierungen die Ortseingänge optisch „verengen“ und damit die Autofahrer zum rechtzeitigen Bremsen animieren könne. Denn bis die Straßensanierung komme, die die Situation entschärfen soll, müsse ja auch etwas getan werden.

Dem dringenden Wunsch der Oberndorfer nach mehr Geschwindigkeitskontrollen will der Bürgermeister nachkommen. Er sagte Geschwindigkeitsmessungen und den Einsatz der Anzeigetafel zu, mit der Autofahrern signalisiert wird, wie schnell sie unterwegs sind.

Wichtig war den Anwohnern der Straße auch, wie ihr Beitrag zum Straßenausbau aussehen wird. Als Anlieger fürchten sie hohe anteilige Kosten, haben aber noch keine Hinweise darauf, wie hoch diese ausfallen werden. Diskutiert wurde allerdings während der Bürgerversammlung ernsthaft, ob es nicht Möglichkeiten gebe, die Gehwege in Eigenleistung - möglicherweise sogar in der Dorfgemeinschaft - zu pflastern oder einen entsprechenden Auftrag privat zu vergeben, weil die öffentliche Hand stets teurer vergebe, als es ein privater Bauherr tun würde, so eine Oberndorferin. Andere glaubten nicht, dass diese Möglichkeit praktikabel sei.

von Michael Agricola

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