Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Stabwechsel im Forstamt Burgwald

Eberhard Normann im Ruhestand Stabwechsel im Forstamt Burgwald

Im Forstamt Burgwald endet eine Ära. Der Abschied von Leiter Eberhard Normann fällt schwer. Doch ein neuer Eberhard kommt.

Voriger Artikel
Goethe und Schiller schwätzen platt
Nächster Artikel
So einzigartig artenreich

Eberhard Normann (links) mit seinem Nachfolger Eberhard Leicht.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Münchhausen. Es war ein Abschied, der weder dem Forstdirektor noch den rund 70 Gästen leicht fiel. Im Waldgasthaus am Christenberg endete mit der Verabschiedung von Forstdirektor Eberhard Normann eine Ära in der Geschichte des Forstamts Burgwald. Viel Lob, Anerkennung und so mancher Rückblick auf die vergangenen 27 Jahre, in denen Eberhard Normann die Geschicke des Forstamts leitete, bestimmten den Tag.

Eine große Leidenschaft für seinen Beruf bescheinigte Richard Heß, Leiter des Landesbetriebs Hessen Forst, dem scheidenden Forstamtsleiter. „Diese Leidenschaft“, so Heß, „merkt man Ihnen an.“

Eberhard Normann habe Theoretisches aus der Forstwissenschaft in die Praxis umgesetzt. Und er hinterlasse sichtbare Spuren. Seine waldbauliche Handschrift sei deutlich erkennbar. Er habe nicht auf Kahlschlag-Wirtschaft, sondern auf naturgemäße Waldwirtschaft gesetzt und sei offen für neue Techniken gewesen - beispielsweise bei der Aufarbeitung von Sturmholz.

Stets habe er sich auch bei Politikern für das Forstamt stark gemacht. In den vergangenen Jahrzehnten habe es wohl keinen hessischen Umweltminister gegeben, der nicht das Forstamt Burgwald besucht habe. „Ganz wichtig sind Ihnen aber nicht nur der Wald, sondern auch Ihre Mitarbeiter gewesen“, sagte Heß. Fachlich und menschlich habe er seinen Mitarbeitern viel Wertschätzung entgegengebracht. Normann erinnerte an wichtige Stationen seiner Zeit als Forstamtsleiter, unter anderem an die Stürme, die im Burgwald ihre Spuren hinterließen und das Forstamt vor immense Herausforderungen stellten. Seinem Nachfolger Eberhard Leicht (54) versicherte er: „Sie bekommen eine gute Mannschaft.“

„Ich freue mich sehr auf meine neuen beruflichen Aufgaben in dem Forstamt mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet in Hessen“, betonte Leicht. „Beruflich schließt sich für mich ein Kreis, da mein forstlicher Werdegang im Burgwald, Standort Bracht, seinen Anfang nahm.“ Der Burgwald sei ein faszinierender Naturraum und gehöre zum forstwirtschaftlichen Rückgrat des Landesbetriebs Hessen Forst.

Eberhard Leicht stammt aus dem Siegerland. Er studierte Forstwirtschaft in Freiburg/Breisgau und war anschließend Referendar in der Hessischen Landesforstverwaltung am Forstamt Rauschenberg. Von 1984 bis 1990 arbeitete er in der Bezirksdirektion für Forsten und Naturschutz in Kassel, 1990 wechselte er nach Vöhl/Edersee, wo er die Forstamtsleitung übernahm.

Da seine Nachfolge in Vöhl zurzeit noch offen ist, wird Leicht nicht sofort zum Forstamt Burgwald wechseln, spätestens aber zum 1. Januar 2013. Übergangsweise wird im Forstamt Burgwald der stellvertretende Leiter Arno Süßmann die Geschäfte führen.

Lob und Anerkennung für das berufliche Wirken Eberhard Normanns bekundeten unter anderem Heinrich Weigel vom Personalrat und der Rosenthaler Revierförster Axel Viering. Darüber hinaus freute sich Normann über einige Geschenke, darunter eine aus Holz gefertigte Lokomotive der Baureihe „Eberhard 01“, die ihm Karl-Wilhelm Parr, Funktionsbeamter im Forstamt Burgwald, übergab. Gebaut wurde das Stück von Frank Kleinwächter, Hans Hermann Hampel und Nikolai Nickoleijeck. „Wenn Sie wollen, bauen wir für Sie zum 70. Geburtstag noch einen Tenderwagen dazu“, so Parr an die Adresse des Eisenbahnfreundes.

von Björn-Uwe Klein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr