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Spaziergang endet mit der Vereinsgründung

Windkraft Wetter Spaziergang endet mit der Vereinsgründung

Bei bestem Wetter - Sonnenschein und Wind - nahmen am Sonntag rund 50 Menschen am ersten „Mellnauer Sonntagsspaziergang“ der Bürgerinitiative Windkraft Wetter teil. Anschließend gründeten sie einen Verein.

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Rund 50 Menschen – teils mit Kind und Kegel – beteiligten sich am Sonntag bei bestem Wetter am ersten „Mellnauer Sonntagsspaziergang“ der Bürgerinitiative Windkraft Wetter.

Quelle: Katharina Kaufmann

Mellnau. Das Thema „Windkraft“ ist derzeit in aller Munde - auch in Mellnau. Dort plant die Stadt Wetter gemeinsam mit einem Investor, mehrere Windräder zwischen Sonnenwendskopf und Galgenberg aufzustellen - sehr zum Missfallen einiger Dutzend Mellnauer und Todenhäuser Bürger, die im Februar eine Bürgerinitiative (BI) gegründet haben, um sich gegen dieses Vorhaben zu wehren (die OP berichtete).

Am Sonntag fand nun der erste „Mellnauer Sonntagsspaziergang“ mit anschließender Vereinsgründung statt. „Wir wollen einen Verein gründen, weil wir uns dann besser zur Wehr setzen, beispielsweise Gespräche mit der Stadt Wetter führen und ein eigenes Gutachten erstellen lassen können“, erklärt Andreas Ditze von der BI. Sie seien nicht grundsätzlich gegen Windräder, nur dagegen, „dass diese um jeden Preis gebaut werden“, betont er.

Gemeinsam mit rund 50 Mitstreitern aus Mellnau und Todenhausen zog Ditze am Sonntag vom Mellnauer Sportplatz hoch zum Galgenberg, um dort die geplante Fläche für die Windräder zu begutachten und sich zu verdeutlichen, was diese für die beiden Wetteraner Ortsteile bedeuten.

„Wir putzen die Burg raus, machen Tourismus und nehmen am Dorferneuerungsprogramm teil. Da passen Windräder einfach nicht so richtig zu“, sagt Ditze. Ziel der BI sei es, dass Windkraftanlagen „dort entstehen, wo sie wirtschaftlich sinnvoll sind, und Mensch und Natur Raum zum Leben lassen“. Bei Mellnau sei dies definitiv nicht der Fall. Die Befürchtung der BI ist, dass es vor allem für Mellnau aufgrund der vorherrschenden Windrichtung auch entsprechende Lärmbelastungen durch die Rotoren geben könnte. Zudem sei nicht klar, wie sich der Schattenwurf der sich drehenden Räder und die für Flugzeuge wichtige Beleuchtung in Form von Blinklichtern auf die Anwohner auswirke.

„Ein bisschen Kontrolle der Stadtverwaltung und des Regierungspräsidiums scheint ja auch nicht verkehrt zu sein, wie man in Holzhausen sehen kann“, nennt Ditze einen weiteren Grund für die Vereinsgründung.

45 Menschen beteiligten sich nach dem Spaziergang an der Gründung des Vereins „BI Windkraft Wetter e.V.“, wählten einen Vorstand (siehe Kasten) und besprachen das weitere Vorgehen.

So ist bereits für den morgigen Dienstag, 3. April, das nächste Treffen geplant. Um 18.30 Uhr kommen die Mitglieder der BI Windkraft Wetter dann auf der Burg Mellnau zusammen und sprechen dort mit einem Mitglied der Bürgerinitiative gegen die Windkraftanlagen in Holzhausen. „Wir haben von dort Unterstützung zugesichert bekommen und wollen uns nun anhören, wie und was dort so läuft“, erläutert der frisch gewählte Erste Vorsitzende Horst Althaus.

Mitte April will dann der Vorstand noch einmal zusammenkommen und die Regularien prüfen, damit der neue Verein beim Ortsgericht in Wetter registriert werden kann.

Der Vorstand: 1. Vorsitzender: Horst Althaus, 2. Vorsitzender: Andreas Ditze, Schriftführer: Mark Böttcher, „Lolo" Sebering, Kassierer: Lothar Feisel, Beisitzer: Matthias Fels, Kurt Schumacher, Alfred Heldmann, Mitgliederzahl: 45

von Katharina Kaufmann

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