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Situation in der Kita bestimmt Diskussion

Bürgerversammlung Situation in der Kita bestimmt Diskussion

Die Situation im Kindergarten war das zentrale Thema der Bürgerversammlung in Oberrosphe, zu der 16 Bürger kamen. Themen gebe er nie vor, betonte Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen (SPD), der eingeladen hatte.

Oberrosphe. Die Situation im Kindergarten war das zentrale Thema der turnusgemäßen Bürgerversammlung in Oberrosphe, zu der 16 Bürger kamen. Themen gebe er nie vor, betonte Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen (SPD), der eingeladen hatte, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) und die Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zu befragen.

„Die Reihe der Besucher lässt mich schon ahnen, um was es geht“, sagte er zu Beginn und meinte einige Mütter, die ihr Anliegen wichtiger fanden, als Fußball-Champions-League zu schauen. Neben einigen Hinweisen auf notwendige Straßenerneuerungen - unter anderem räumten die Politiker beim Weg zum Sportplatz und dem Talblick Handlungsbedarf ein - bestimmte das Betreuungsangebot den Abend.

„Notstand“ in engen Räumen

Von „einem Notstand im Kindergarten“, sprach eine Mutter. Seit 35 Jahren seien die Kleinen in der alten Lehrerwohnung untergebracht und das Einzige, was sich verändert habe, sei die längere Zeit, in der die Kinder betreut würden. Es gebe keinerlei Bewegungsmöglichkeiten, kritisierten die Frauen. Auf 65 Quadratmetern könnte der Bewegungsdrang wohl kaum ausgelebt werden.

Zeitgemäße Einrichtungen sähen anders aus. „Der Flur bei den Wetterfröschen ist so groß, wie hier der ganze Kindergarten“, bemerkte eine Bürgerin. Die Arbeit der Erzieherinnen sei zwar „phänomenal“, aber es müsse jetzt etwas geschehen.

Eine Idee, darauf verwiesen die Mütter, sei, den Kindergarten in dem ehemaligen Raiffeisengebäude unterzubringen. Das sei zudem eine Bereicherung für den Dorfkern. Und eine Entscheidung müsse bald herbei, nicht erst in fünf oder zehn Jahren. Der Eigentümer verwies darauf, dass er bis Mai eine Entscheidung wolle, andernfalls werde er Wohnraum schaffen.

Hier dämpften die Politiker etwas die Stimmung. Bürgermeister Spanka sagte zwar, „über die Dringlichkeit brauchen wir uns nicht unterhalten, wir würden heute gar keine Genehmigung mehr erhalten“.

Spanka: „Problem bewusst“

Zugleich verwies er aber darauf, dass auch die Zukunft der Grundschule in diesem Zusammenhang wichtig sei. Tatsache sei es, dass, wenn sie geschlossen würde, sie vom jetzigen Träger, dem Landkreis, an die Stadt zurückfalle, mit allen Kosten - deshalb gelte es, Gespräche darüber zu führen.

Volker Drothler (CDU) verwies darauf, dass augenblicklich nicht an eine Schließung gedacht werde. Sicherheit für die kommenden Jahre würde aber erst der Schulentwicklungsplan bieten, den der Kreistag jedoch frühestens gegen Ende des Jahres beschließen werde. Spanka betonte, dass die Kommune verpflichtet sei, mit Blick auf die Kosten verschiedene Modelle zu prüfen. Eine könne die Schulscheune sein, die mit dem bestehenden Raum verbunden werden könnte. Die von den Bürgern favorisierte Lösung habe allerdings Charme, hob er hervor. Darüber hinaus müssten Fördermöglichkeiten abgeklopft werden. So könnten Gelder des Landes über das Dorferneuerungsprogramm fließen, sowie über das regionale Entwicklungsprogramm.

Man sei keinesfalls untätig, auch wenn das Thema noch nicht in den politischen Gremien gewesen sei, so der Bürgermeister, der die Eltern aufrief, konstruktiv mit dem Ortsbeirat zusammenzuarbeiten. Der Fachausschuss könne eventuell seine kommende Sitzung zu einem Ortstermin nutzen, hieß es zum Abschluss. „Die Eltern mögen das Vertrauen haben, dass wir zeitnah eine Entscheidung treffen“, so Spanka.

von Heiko Krause

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