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Nordkreis Silvio Müller übernimmt Wehrführung
Landkreis Nordkreis Silvio Müller übernimmt Wehrführung
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17:59 11.02.2013
Stadtbrandinspektor Klaus Prinz (von links) gratulierte dem neuen Wehrführer Silvio Müller zur Wahl. Daneben freute sich der stellvertretende Wehrführer Norbert Gäckler.Foto: Heiko Krause
Wetter

Theis hatte sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt, sodass die Neuwahl ein Jahr vor den turnusgemäßen Vorstandswahlen stattfinden musste. Der neue Wehrführer ist nun zunächst bis Ende dieses Jahres bestimmt.

Für die Wehrführung berichtete der stellvertretende Wehrführer Norbert Gäckler von einem ereignisreichen Jahr 2012. Zu 65 Einsätzen seien die 41 Mitglieder der Einsatzabteilung ausgerückt. Darunter seien 17 Brände gewesen, unter anderem Wohnhausbrände in Wetter und Mellnau.

Hinzu seien eine Vielzahl von Hilfeleistungen gekommen. So habe es bereits Anfang Januar ein Hochwasserereignis gegeben und im Mai habe ein Unwetter in Oberndorf die dortigen Straßen mit Erdreich verunreinigt.

Ein besonderer Einsatz sei es gewesen, als auf der Bundesstraße 252 zwei Lastkraftwagen ineinander gefahren seien, zuletzt sei man bei einem schweren Verkehrsunfall bei Mellnau zum Einsatz gekommen. Schön wäre es, so Gäckler, wenn sich noch mehr Mitglieder als Atemschutzgeräteträger ausbilden ließen. Gerade Jüngere sollten sich dafür fithalten. Die Ehrenamtlichen hätten sich wieder durch eine Vielzahl an Arbeitsstunden hervorgetan, so Gäckler weiter. Alleine für den Erhalt der Einsatzbereitschaft, sowie Ausbildung, seien 2242 Stunden investiert worden, 900 seien bei den Einsätzen hinzugekommen. Die Einsatzbereitschaft im Sinne der Bürger sei sehr gut gewährleistet, auch durch hervorragende Ausrüstung.

Stadtbrandinspektor Klaus Prinz dankte der Wehr für ihren Einsatz. Zwar gehe „das Desinteresse am Ehrenamt“ auch an Wetter nicht vorbei, was aber durch Technik und Ausbildung kompensiert werde.

Gefahrgutfahrzeug wurde an Marburg abgegeben

Prinz verwies darauf, dass im Landkreis die Aufgaben neu verteilt würden, die Wetteraner hätten beispielsweise ihr Gefahrgutfahrzeug abgegeben, weil diese Aufgabe nun aus Marburg übernommen werde. Schnelle Wege seien immer noch gewährleistet, nicht jeder müsse alles haben und so ließen sich langfristig auch Kosten sparen.

Zusammenlegungen von Wehren seien auch in der Stadt Wetter nicht ausgeschlossen, sagte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) in seinem Grußwort. Die Wehr Wetter-Mitte werde aber immer eine zentrale Rolle spielen und er sei froh, dass der Feuerwehr-Bedarfs- und -Entwicklungsplan auf den Weg gebracht sei.

Auch sei es unerlässlich, mittelfristig eine volle Stelle für Verwaltungsaufgaben zu schaffen. Denn das sei im Ehrenamt nicht mehr leistbar.

Feuerwehrvereinsvorsitzender Norbert Stolte berichtete von den Aktivitäten jenseits der Einsätze. Beim Hoffest und dem Tag der offenen Tür, die auch in diesem Jahr wieder stattfinden würden, seien leider nicht so viele Bürger gekommen, wie es wünschenswert sei, bedauerte er.

Für September sei eine Fahrt nach München geplant, er hoffe auf rege Beteiligung von aktiven und passiven Mitgliedern, damit die Fahrtentradition der 1980er Jahre wieder belebt werden könne.

von Heiko Krause

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