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Nordkreis Sechser-Gespann für die Jugendarbeit
Landkreis Nordkreis Sechser-Gespann für die Jugendarbeit
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06:15 18.05.2012
Bilden das Team der Jugendförderung Nordkreis: (vorn von links) Leiterin Angela Weber, Janine Uhlenbrock und Veronika Wabernegg sowie (hinten von links) Johannes Kirschning, Annika Mankel und Sebastian Nolte. Quelle: Carina Becker
Wetter

Von der offenen Arbeit in den zahlreichen Jugendclubs auf den Dörfern bis hin zu umfangreichen Ferienangeboten und Freizeit-Veranstaltungen in jedem Monat: Im Nordkreis finden Kinder und Jugendliche Anschluss und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, auch wenn sie nicht im Verein organisiert sind. Dafür sorgen die vier Kommunen, die ihre Jugendarbeit durch einen Zusammenschluss verstärkt haben und so den Nachwuchs in allen Ortsteilen der drei Gemeinden und der Stadt Wetter erreichen.

Vier Frauen und zwei Männer sind für die Jugendlichen im Einsatz. Unter Leitung von Angela Weber bilden Annika Mankel, Sebastian Nolte, Janine Uhlenbrock und Veronika Wabnegg das Team, das im Rathaus in Wetter seine Büroräume hat. Zur Mannschaft gehört außerdem Johannes Kirschning, der von Cölbe aus in der Jugendarbeit tätig ist. Die Ferienspiele, Freizeiten, die aufsuchende Jugendarbeit, Bildungsangebote, die offene Jugendarbeit in den Jugendclubs, die Schulsozialarbeit an der Wollenbergschule und vielfältige Freizeitangebote vom Geo-Caching bis zum Musik-Workshop – das Spektrum an Angeboten ist groß. Vom Vorschulalter bis hin zur Volljährigkeit wollen die Mitarbeiter die Kinder und Jugendlichen erreichen. Großes Ziel ist dabei, dass die Arbeit interkommunal greift.

Und das funktioniert zunehmend besser, wie die Mitarbeiter berichten. Am Anfang sei der größte Zulauf aus Wetter gekommen, blickt Angela Weber zurück. „Doch inzwischen sind Kinder aus allen Kommunen mit dabei – unsere Angebote werden in allen Gemeinden wohl fast gleichermaßen gut wahrgenommen und genutzt.“ So vermeldet Weber, dass die Ferienspiele im Sommer bereits voll belegt sind mit Teilnehmern. Das gleiche gilt für die Jugendfreizeit mit 43 Jugendlichen und 7 Betreuern sowie für die Erlebniswoche, die das Team für die 11- bis 13-Jährigen organisiert. Wer sich jetzt noch anmelden will, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. In diesem Jahr ist es erstmals so, dass die Ferienspiele für Lahntal, Wetter und Münchhausen gebündelt organisiert sind – Cölbe, das sich noch etwas stärker Richtung Marburg orientiert, macht ein eigenes Angebot.

Seit Oktober vergangenen Jahres ist die Jugendförderung Nordkreis mit einem eigenen Auftritt im Internet vertreten. Unter www.jugendförderung-nordkreis.de stellt das Team sich vor, kündigt seine Veranstaltungen an und gibt vielfältige Einblicke in die Arbeit. Mehr als 12.000 Besucher haben sich die Seite bislang angeschaut, berichtet Sebastian Nolte und ist stolz auf diese „beachtliche Zahl“.

Stadt Wetter wendet jährlich 104000 Euro auf

Die fünf Jugendhelfer, die von Wetter aus arbeiten, teilen sich 3,5 Stellen. Hinzu kommt Kirschnings Einsatz von Cölbe aus. „Wir haben alle Hände voll zu tun“, sagt Angela Weber zur Auslastung. Eine noch bessere Personalausstattung für die Jugendarbeit im Norden – Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka hält dies für durchaus wünschenswert. Auf das, was es bislang schon gibt, ist er gleichwohl stolz: „Im Alleingang könnte keine der beteiligten Kommunen eine solche Jugendarbeit auf die Beine stellen“, betont er und ist überzeugt von der Richtigkeit des interkommunalen Projekts. Bis 2013 haben die beteiligten Kommunen es angelegt – und Spanka setzt auf eine Verlängerung. Zum einen, um die Qualität zu wahren und auszubauen, zum anderen, um weiterhin von der Kostenersparnis zu profitieren.

Zusammen geben die vier Kommunen jährlich 150.000 Euro an Personalkosten für die Jugendarbeit aus. Hinzu kommen weitere Posten – in Wetter beispielsweise 7000 Euro im Jahr für die Jugendclubs und 20.000 für die Ferien- und Freizeitangebote. Die Stadt Wetter kommt damit auf 104.000 Euro jährlicher Gesamtkosten für die Jugendarbeit.

von Carina Becker