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Nordkreis SPD schickt Dr. Richard Fett ins Rennen
Landkreis Nordkreis SPD schickt Dr. Richard Fett ins Rennen
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22:17 14.12.2011
Ein strahlender Dr. Richard Fett mit Blumen. Am Mittwoch erhielt er das volle Vertrauen seiner Partei für den Bürgermeisterwahlkampf in Wetter ausgesprochen. Quelle: Götz Schaub

Wetter. Er kann sich auf seine Partei als Ganzes verlassen. Mit diesem Wissen zieht Dr. Richard Fett in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Wetter.

Am Mittwochabend erhielt er im Bürgerhaus Niederwetter bei der Kandidatenkür hundertprozentiges Vertrauen ausgesprochen. „Wir wissen und sind überzeugt davon, in Richard Fett den richtigen Kandidaten gefunden zu haben“, sagt SPD-Mann Johannes Fokken, der Fett noch als Lehrer in Wetter unterrichtete. Auch SPD-Fraktionschef Harald Althaus setzt voll auf Fett, „weil er die Menschen hier kennt und alle Eigenschaften vereint, die ein Bürgermeister besitzen muss.“ Wie schon Jörg Bettelhäuser sagte, der Kandidat der CDU, Grünen und FDP, geht es zunächst einmal darum, den amtierenden Bürgermeister aus dem Amt zu drängen, damit die politischen Gremien ihrer Meinung nach wieder die Wertschätzung und Informationen erhalten, die sie für ihre ehrenamtliche politische Arbeit benötigen.

„Wir brauchen einen Bürgermeister, der mit den Gremien arbeitet“, sagt Althaus. Warum unterstützt dann die SPD nicht den Kandidaten der Jamaika-Koalition? Weil sie Richard Fett für den besseren Kandidaten hält. Der Amönauer bringt einige kommunalpolitische Erfahrung mit und weiß, wo in Wetter die Arbeitsfelder für einen Bürgermeister liegen. „Wir sind der Schulstandort im Nordkreis, haben ein Schwimmbad und eine gute Infrastruktur, machen aber noch viel zu wenig daraus. Wir müssen die Stärken der Stadt nach außen tragen und bekannter machen“, sagt Fett entschieden. Keinesfalls dürfe die Stadt nach dem Bau der B252-Ortsumgehung nur noch ein Ort sein, der an der Strecke liegt. „Wir wollen, dass die Menschen zu uns kommen, weil sie hier in Wetter auch etwas geboten bekommen.“ Deshalb sei es wichtig, sich für die Ansiedlung von Gewerbe stark zu machen, um auch mehr Arbeitsplätze nach Wetter zu holen, führt Fett aus. Dem demografischen Wandel möchte er aber nicht nur durch Zuzug junger Menschen entgegentreten, er kann sich auch vorstellen, gezielt Wohnangebote für ältere Menschen zu entwickeln. Entsprechendes Know-how sei mit dem Elisabeth­verein bereits in Wetter bestens bekannt. Wetter könne auch ähnliche soziale Projekte fördern wie etwa den Ullmannshof in Amönau, der sich voll und ganz in die Dorfgemeinschaft integriert hat.

Haushaltstechnisch ist Fett offen für alle Ideen, die Wetter weiterbringen. Auf dem Feld der interkommunalen Zusammen­arbeit sieht Fett noch viele Möglichkeiten. Beim Thema Kinderbetreuung kann er sich vorstellen, doch noch mit den Gemeinden Münchhausen und Lahntal, die den Verein „Kinder sind unsere Zukunft“ zusammen betreiben, ins Gespräch zu kommen. In der Kernstadt Wetter gehe es darum, sich dafür einzusetzen, dass die „attraktiven Inseln“ mehr vernetzt werden. Dabei solle der Gewerbeverein eine größere Rolle als bisher spielen. Auch gelte es, die Stadtteile enger zu vernetzen.

Im Wahlkampf möchte er sich bei den Bürgern gerne persönlich vorstellen und kündigt an, von Haus zu Haus zu gehen.

von Götz Schaub