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Rechnung kommt an Heiligabend

Cölbe Rechnung kommt an Heiligabend

Seit mehr als drei Jahren hat Christopher Kpakou seine nach Togo abgeschobene Familie nicht mehr gesehen. Nun wurde ihm vom Regierungspräsidium Gießen ein neuer Schock versetzt: An Heiligabend erhielt er einen Bescheid, das er seine gescheiterte Abschiebung am 18. September 2006 bezahlen soll.

Cölbe. 2475 Euro fordert das Land Hessen von dem erwerbsunfähigen, schwer kranken Mann. Pressesprecherin Gabriele Fischer vom zuständigen Regierungspräsidium bestätigte auf OP-Nachfrage, dass der Bescheid zur Fristwahrung noch vor Jahresende versandt worden sei, um eine Verjährung der Ansprüche zu verhindern.

Dass er ausgerechnet an Heiligabend eintrifft, „hat keiner gewollt“, so Fischer weiter. Zudem sei Kpakou mitgeteilt worden, dass seine wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigt würden und der Betrag auf Antrag auch gestundet werden könnte.

Während der Rest seiner Familie 2006 aus Deutschland abgeschoben worden war, war bei Christopher Kpakou der Abschiebeversuch in Hamburg auf ärztlichen Rat abgebrochen worden.

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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