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Probleme ausgeräumt, Bau kann starten

Tennisclub Wetter Probleme ausgeräumt, Bau kann starten

Ursprünglich wollte der Tennisverein Wetter neben seinem Vereinsheim in der Schuppertsgasse in einer neuen Halle bereits spielen. Ein Abwasserrohr machte den Einweihungstermin zunichte, doch jetzt geht es voran.

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Auf dem Platz vor dem Sportheim im Hintergrund soll die neue Halle gebaut werden, unter dem Schotter liegt die verlegte Leitung. Links: Vorsitzender Manfred Scholz (2. von rechts) erhielt aus den Händen von Innenminister Boris Rhein (links daneben) die Be

Wetter. Jetzt soll mit dem Bau begonnen werden, auch mit Geld des Landes Hessen, für das Innenminister Boris Rhein (CDU) gestern den Bewilligungsbescheid übergab.

„Es war ursprünglich ein mutiger Wunsch“, sagte Vereinsvorsitzender Manfred Scholz. Aber jetzt werde die Halle wohl Ende Januar für den Spielbetrieb freigegeben, „das ist nicht die ganze Wintersaison, aber egal“, hielt sich sein Bedauern in Grenzen.

Zunächst hätte die Zweifelderhalle mit fünf Metern Abstand zur Bahnlinie gebaut werden sollen, aber dann sei eine Leitung des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) aufgetaucht, die nicht hätte überbaut werden dürfen. Letztendlich habe sich der ZMW bereit erklärt, auf eigene Kosten die Leitung zu verlegen und 60000 Euro dafür investiert, so Scholz. Trotzdem müsse die Halle nun zwölf Meter Abstand zur Bahn haben.

Eine neue Planung in Richtung Festplatz mit anderem Fundament sei notwendig geworden, auch der Bauantrag habe neu gestellt werden müssen und der Prüfstatiker musste sein Okay geben, das alles habe zu Verzögerungen geführt.

Jetzt lägen alle Genehmigungen vor und bereits in der kommenden Woche werde das Fundament gelegt. In zwei bis drei Wochen könne mit dem Bau der Halle begonnen werden, die dann bereits Ende des Jahres stehen werde. Danach müsse noch der Boden gelegt werden. Daneben müsse auch das Clubhaus saniert werden, das bisher noch keine Heizung habe. Da die Halle keine sanitären Einrichtungen haben werde, müssten hier Toiletten und Duschen genutzt werden. Im Bereich zur Bahn, der nun entstehe, würden die Parkplätze errichtet, die ursprünglich auf der anderen Seite ihren Platz finden sollten. Auch der Zugang komme nun zur Gleisseite.

450 000 Euro würden für die Halle, 50 000 Euro für das Clubheim eingeplant, etwa die Hälfte davon werde über Bankdarlehen finanziert, 100000 Euro gebe es von Sponsoren und für den Rest hoffe der Verein auf Förderung durch Stadt, Landkreis und Land Hessen. Und so freute sich Scholz mit anderen Vereinsvertretern, dass Boris Rhein insgesamt Bewilligungen für 65000 Euro im Gepäck hatte, davon 50000 für die Halle.

Der Sportminister lobte das Engagement des kleinen Vereins, der durch die mutige Investition in die Zukunft investiere. „Ich habe riesigen Respekt vor dem, was sie hier stemmen“. Vor allem Jugendarbeit brauche gute Infrastruktur. Die Bewilligung sei ein „in Geld gegossenes Dankeschön“. Auch das Land unterstütze die Vereine gerne, weil sie für Integration, Gesundheit und die Vermittlung von Werten stünden. Deshalb sei die Förderung aus dem Programm „Sportland Hessen“ ebenfalls eine Investition in die Zukunft, darüber sei man sich über Parteigrenzen einig. Und trotz knapper Kassen würden deshalb auch Land, Landkreise und Kommunen immer gerne etwas für den Sport geben.

von Heiko Krause

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