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Pfosten ist weg, Sackgasse bleibt

Parlament Lahntal Pfosten ist weg, Sackgasse bleibt

Eine Entscheidung, die viele Diskussionen nach sich zog, scheint beendet. Im Konflikt „Anwohner versus Radfahrer“ in Goßfeldens Bahnhofstraße bleibt die „Sackgasse“, ein Pfosten verschwand.

Sterzhausen. Michaela Süß-Bieker (CDU) erkundigte sich in der Gemeindevertretersitzung, was aus dem Pfosten am Ende der Goßfeldener Bahnhofstraße geworden sei (die OP berichtete über den Streit zwischen Anwohnern und Radfahrern). Bürgermeister Manfred Apell (SPD) teilte mit, dass es mittlerweile mehrere Termine deswegen gab, sogar aus Wiesbaden sei jemand angereist.

Bei diesen Gelegenheiten sei auf weitere Konfliktpunkte an den Radwegen hingewiesen worden. Bei der Bahnhofstraße falle es ihm sehr schwer, das als großes Problem zu betrachten. Er halte es zum Teil mehr für einen Nachbarschaftskonflikt als für ein Verkehrsproblem. Nach Abwägung kam er zu dem Entschluss, dass die Bahnhofstraße Sackgasse mit Zufahrt zur Schreinerei bleibe, aber der Pfosten entfernt werde. Besonders, wenn mehrere Radler ankämen, bestehe die Gefahr, dass dieser übersehen werde, und bevor jemand dagegen fahre, soll er weg. Damit riskiere man, dass einige Autofahrer durchfahren, was er nicht verstehen könne, denn es sei sehr eng und „keine Freude“, dort zu fahren.

Der Radweg werde mit Piktogrammen gekennzeichnet, damit die Radler nicht den Gehweg befahren, die dort von den Anwohnern aufgestellten Blumenkübel werde man dicht an den Hauswänden tolerieren. „Wir werden es nicht allen recht machen können“, schloss er.

Zwei Mitteilungen betrafen die Kinderbetreuung. Apell freute sich, dass Lahntal eine Versorgungsquote von 44,5 Prozent bei den Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren aufweise, der Durchschnitt im Kreis liege bei 32,7 Prozent. Erfreulich sei es auch, eine der wenigen Gemeinden mit starker Nachfrage zu sein, andererseits werde man „in den sauren Apfel beißen müssen und weitere Plätze finanzieren“. Daher wurde der Kreis gebeten, bei den Förderanträgen zehn weitere Plätze - bisher sind es 89- für Lahntal vorzumerken. Erfreulich war auch die Mitteilung des Kreises, dass für den Ankauf der Kinderkrippe „Blaue Villa“ in Sterzhausen statt 128000 nun 150000 Euro Fördergeld des Landes beantragt werden konnte.

Einstimmig votierte das Parlament für die Gründung einer Gesellschaft zum Aufbau einer flächendeckenden Breitbandversorgung im Kreis. Für das Eigenkapital werden 1697140 Euro benötigt. Lahntal trägt entsprechend der Bevölkerung 70180 Euro bei. Zum „Schnellen Internet“ findet am Dienstag, 18. September, um 20 Uhr in der Lahnfelshalle Goßfelden eine Bürgerversammlung statt.

von Manfred Schubert

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