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Parlament stimmt für Wiesengräber

Zeitgemäße Bestattungsform Parlament stimmt für Wiesengräber

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Cölbe begründete Ute Hoppe (Grüne), Vorsitzende des Sport-, Kultur- und Sozialausschusses, den Antrag ihrer Fraktion auf Änderung der Friedhofsatzung in Schönstadt. Es sollen mehr "Wiesengräber" entstehen.

Schönstadt. Außerdem soll eine Friedhofskommission eingesetzt werden, um für das gesamte Gemeindegebiet Vorschläge für zeitgemäße Bestattungsformen zu erarbeiten.

Durch eine Initiative aus Schönstadt, wo der Ortsbeirat bereits 2009 eine Parzelle für Wiesengräber gewünscht hatte, sei das Thema auf die Tagesordnung gekommen. „Die Familienstrukturen und Konventionen ändern sich, dies gilt auch bezüglich der Friedhöfe. Die Gemeinde sollte ihr Möglichstes tun, um den Wünschen der Menschen Rechnung zu tragen“, sagte Hoppe. Dr. Jens Ried, Fraktionsvorsitzender der CDU, erklärte zustimmend: „Man sollte bei den Friedhöfen keine unnötigen Einschränkungen machen.“ Alle Gemeindevertreter stimmten dem Antrag zu.

Ebenfalls einstimmig wurde der Antrag der Bürgerliste auf Interkommunale Nutzung der Windkraft und Bildung einer Dachgesellschaft zur Umsetzung der Energiewende beschlossen. Carola Carius, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, sie habe sich über diesen Antrag gefreut und regte an, auch die genossenschaftliche Finanzierung von Windkraftanlagen in Betracht zu ziehen.

Einstimmig wurde auch der für die geplante Deichsanierung zum Hochwasserschutz des Ortsteils Cölbe notwendige Erwerb eines 2000 Quadratmeter großen Grundstücks beschlossen. Dafür stehen im Haushalt 150000 Euro bereit.

Drei Enthaltungen gab es beim Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Auf dem Pletsch“ im Ortsteil Schönstadt. Damit wird dort Bauherren eine bessere Nutzung der Sonnenenergie ermöglicht, indem neben Sattel- und Walmdächern nun auch Pultdächer und versetzte Pultdächer zugelassen sind. Ohne diese Änderung hatte sich die Vermarktung der noch übrigen acht Baugrundstücke als schwierig erwiesen.

Auf die Anfrage von Dr. Michael von Hedenström (FDP) nach dem Stand der Überlegungen zu größerer Bürgernähe der Gemeinde im Internet berichtete Bürgermeister Volker Carle, dass am 1. Mai die neu gestaltete Seite der Gemeinde freigeschaltet werden soll. Eine Spalte „Interaktiv“ soll unter anderem Kontaktdaten zu den zuständigen Fachämtern bieten sowie die Möglichkeit zu Anregungen und Verbesserungsvorschlägen. Zu bestimmten Themen solle es eine Kommentarfunktion geben, außerdem eine ergänzende Facebookseite, um jüngere Benutzer anzusprechen.

Zu den Kosten, die bei einer Übernahme der Alten Kirche in Bürgeln durch die Kommune Cölbe zu erwarten seien, heißt es im Bericht des Gemeindevorstands, dass eine komplette Instandsetzung etwa 330000 Euro kosten würde. Für eine Teilsanierung, um zumindest den Bestand zu sichern, wären etwa 165000 Euro aufzubringen. Im günstigsten Fall könnten die Kosten durch Fördergelder für die Gemeinde auf ein Viertel reduziert werden.

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