Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Nordkreis Parken in Cölbe: Meinungen gehen auseinander
Landkreis Nordkreis Parken in Cölbe: Meinungen gehen auseinander
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:01 16.05.2018
Symbolfoto: Die Kasseler Straße in Cölbe. Quelle: Thorsten Richter

Im Bereich rund um die Alte Dorfstraße gebe es einen Bestand von 95 Stellplätzen, davon 20 markierte, fünf mit Parkscheibenbenutzung. Es bestehe kein Regulierungsbedarf, abgesehen vom Freihalten der Fahrgassen für die Linienbusse und dem Einhalten der Park- und Halteverbote.

Nur in der Hebertstraße habe man eine Belegung aller Stellplätze gesehen. Abgesehen von einigen neuralgischen Punkten, insbesondere der Kreuzung an der Bäckerei, wo die Sperrfläche regelmäßig missachtet werde, sei keine flächendeckende Problematik erkennbar. „Im Wesentlichen ist das Parkverhalten relativ entspannt“, konstatierte Hahn.

Um die ungehinderte An- und Abfahrt der Feuerwehr zu gewährleisten, empfehle man, die Haltestelle Hebertstraße zu verlegen sowie zu prüfen, ob alle Stellplätze in dieser Straße entfernt werden können. Für den Bereich um die Bäckerei wird die Anlage von einigen Stell- und Kurzzeitparkplätzen sowie Fahrradabstellplätzen empfohlen. Am Heuberg sollte die südliche Straßenseite durchgängig mit absolutem Halteverbot belegt werden, damit die Buslinie 76 ungehindert fahren könne.

Zugeparkte Kreuzung ist Hauptkonfliktpunkt

Die Beschilderung zur Kita und zur Ergotherapieschule sollte an der Kreuzung Heuberg/Kasseler Straße entfernt werden, um den Verkehr über die Hauptstraße statt durch die engen Dorfstraßen zu leiten.
Hahn faste zusammen, dass es problematische Bereiche an einzelnen Straßenabschnitten gebe, die aber mit relativ einfachen Maßnahmen entschärft werden könnten. Hauptkonfliktpunkt sei die Kreuzung Alte Dorfstraße/Heidestraße/Kirchweg, die häufig zugeparkt werde.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und wegen des Laufweges der Buslinie 76 sei dies nicht hinnehmbar, ein absolutes Halteverbot werde daher empfohlen. In der Heidestraße und der Alten Dorfstraße könnten die notwendigen Kurzzeitparkplätze geschaffen werden.

Ute Hoppe: Alltagserfahrung sieht anders aus

Ute Hoppe, Fraktionsvorsitzende der Grünen, fand, die Alltagserfahrung sei anders, in Wahrheit seien nicht genügend Stellplätze vorhanden, und wollte wissen, an wie vielen Tagen diese gesichtet worden seien.

Hahn sagte, man sei mindestens an fünf verschiedenen Wochentagen zu verschiedenen Uhrzeiten vor Ort gewesen. Auch weitere Gemeindevertreter hatten spontane Einwände, es wurde deutlich, dass noch ­einiger Diskussionsbedarf zum Parkkonzept besteht.

Bürgermeister Volker Carle­ schränkte während der Parlamentssitzung ein: „Ich kann keinen Königsweg für diese Straßen versprechen, sie sind damals einfach nicht für einen dermaßen anwachsenden Verkehr angelegt worden.“

von Manfred Schubert