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Nordkreis Oberrospher Kinder brauchen mehr Platz
Landkreis Nordkreis Oberrospher Kinder brauchen mehr Platz
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17:33 21.08.2012
Das ehemalige Raiffeisengebäude wurde zuletzt als Atelier genutzt. Das Gebäude wird auf Mietbasis angeboten. Quelle: Götz Schaub
Oberrosphe

Am Montagabend tagten die Ausschüsse für Bau und Umwelt sowie für Jugend, Kultur, Soziales und Fremdenverkehr zusammen in Oberrosphe. Zusammen unternahmen die Ausschuss-Mitglieder auch zwei Ortsbesichtigungen. Zum einen schauten sie sich zusammen mit einigen Eltern aus dem Ort die beengten Verhältnisse in der Kindertagesstätte an, die im Gebäude der Grundschule mit untergebracht ist. Die neuen Anforderungen an diese Einrichtung, beispielsweise die Gründung einer Gruppe von Kindern unter drei Jahren, wäre dort allein räumlich nicht umsetzbar. Umsetzbar wäre diese Einrichtung allerdings im alten Raiffeisen-Gebäude, das sich in Privathand befindet und zuletzt als Atelier genutzt wurde.

Die Ausschuss-Mitglieder durften dieses Gebäude in Augenschein nehmen und erhielten anschließend in der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus von einem Architekten aus Wetter auch einen detaillierten Plan vorgelegt, wie dort eine Kindertagesstätte entstehen könnte. „Der Plan zur umgebauten Kindertagesstätte sieht gut aus“, befand SPD-Mann Harald Althaus. Dann jedoch begann er das Projekt „altes Raiffeisen-Gebäude“ zu hinterfragen. Schließlich soll die Stadt Wetter das Gebäude von privat mieten und Sorge dafür tragen, dass die Obstbäume im Garten verbleiben und von privat geerntet werden können. Auch Volker Drothler von der CDU zeigte sich von der Idee weniger begeistert: „Ich habe Schwierigkeiten damit, in ein Gebäude zu investieren, das uns nicht gehört. Man baut heutzutage viel effektiver und besser als früher, da sollten wir auch darüber Nachdenken.“

So sah das auch Klaus Gerber von den Grünen, schlug aber dann einen anderen Ton an.. Er beschwerte sich massiv darüber, dass die Ausschuss-Mitglieder die Zahlen und den dazugehörigen Plan erst an diesem Abend erhielten und nicht schon im Vorfeld der Sitzung. Er sehe sich außer Stande, an diesem Abend eine Entscheidung zu treffen, zumal ihm Alternativen fehlen würden. Zudem mahnte er an, dass die Stadt Wetter gar nicht so viel Geld investieren könne, für ihn stehe jetzt zunächst die Sanierung der Stadthalle an erster Stelle. Spanka warf er vor, dass er von sich aus keine Vergleichszahlen etwa für einen Neubau oder Anbau an die Schule vorbereitet hatte.

SPD hält Mietpreis für „absurd“

„Wenn Sie andere Wünsche haben, müssen Sie entsprechende Anträge stellen“, sagte Spanka. Er habe auf das reagiert, was ihm vom Ortsbeirat Oberrosphe und der Elternschaft herangetragen wurde und die Ergebnisse nun dem Ausschuss vorgestellt. Die weiteren Wortmeldungen von Harald Althaus und Richard Hess deuteten an, dass es mit einem schnellen Beschluss nichts wird. Nachdem Spanka darüber informiert hatte, dass die Miete pro Quadratmeter zwischen vier und sechs Euro liegen soll, sagte Hess: „Dieser Preis ist absurd. Ich halte es auch für absurd, die Obstbäume als privat ausgrenzen zu wollen.“ Althaus möchte nun wissen, ob es in Oberrosphe ein Grundstück gibt, auf dem ein Neubau möglich wäre. Um eine Vorstellung über die Kosten zu bekommen, sollen vergleichbare Kindergarten-Neubauten im Kreis ausfindig gemacht werden. Zudem soll geklärt werden, ob die Eigentümer des Gebäudes statt zu vermieten auch verkaufen würden.

Matthias Matzen (Bündnis 90/ Die Grünen) sprach dann das Thema Seniorenarbeit in Wetter an. Er wollte von Bürgermeister Kai-Uwe Spanka wissen, ob im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Nordkreis ein gemeinsamer Seniorenbeauftragter an den Start gehen könnte. Spanka verneinte dies und ergänzte, dass in dieser Hinsicht Münchhausen, Lahntal und Cölbe ihre eigenen Vorstellungen hätten. Matzen reichten diese Antwort nicht aus und sie verlangte, dass die gefragten Kommunen eine schriftliche Stellungnahme abgeben sollten. Das ging Spanka deutlich zu weit. Er habe mit seinen Bürgermeister-Kollegen gesprochen und darüber berichtet, das müsse reichen.

Keine Unterstützung der übrigen Parteien fand ein Antrag der Grünen, gegen das neue hessische Waldgesetz zu protestieren. Richard Hesse von der SPD meinte, dass sich gar nicht viel ändern würde, für den normalen Waldbesucher eigentlich gar nichts. Der Antrag der Grünen enthalte hingegen eine Reihe von Behauptungen, die so nicht stimmen würden. „Das wurde viel zu populistisch in den Medien dargestellt“, meinte Hess. Die Grünen erwägen nun eine Überarbeitung ihres Antrages bis zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4. September.

von Götz Schaub

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