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Neuer Zaun soll Ziegen fern halten

Friedhofspflege Neuer Zaun soll Ziegen fern halten

Immer wieder kommen Wildschweine und Ziegen auf den jüdischen Friedhof in Oberasphe. Daher soll dort nun ein neuer Zaun gebaut werden.

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Bürgermeister Peter Funk schaut sich mit Fachleuten den jüdischen Friedhof an. Der Zaun soll erneuert werden.

Quelle: Patricia Kutsch

Oberasphe. Hinter einer dichten Hainbuchenhecke versteckt liegt der jüdische Friedhof von Oberasphe.

Umgeben ist das Gelände von einem Maschendrahtzaun, der nicht nur durchlässig ist, sondern auch dicht mit der Hecke verwachsen. Die Ortsgruppe des Naturschutzbunds, die im Auftrag der Gemeinde das Gelände pflegt, der Ortsbeirat und der Landesverband der jüdischen Gemeinden haben diesen Zaun daher bemängelt. Nun soll der Friedhof einen Stabgitterzaun erhalten, wie Bürgermeister Peter Funk berichtet.

Vor Ort haben die Fachleute sich ein Bild von der Situation gemacht.

Im September wird der Bauhof die Hecken bis auf den Stamm kürzen und den alten Zaun entfernen. Wolfgang Fett wird dann beginnen, den neuen Zaun zu bauen.

Die Kosten in Höhe von rund 5.100 Euro werden aus Fördermitteln zur Pflege jüdischer Grabstätten getragen.

Der Friedhof wurde laut Horst Wagner von der Arbeitsgemeinschaft Juden in Oberasphe um 1930 eingerichtet.

Dort befinden sich vier Gräber der damals ansässigen Familien Stern, Katten und Hess. „Die Familie Hess hat den Nationalsozialismus überlebt. Heute kommen noch Nachfahren aus Amerika und besuchen den Friedhof“, erzählt Funk.

von Patricia Kutsch

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