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Mitten aus dem erfüllten Leben gerissen

Verein Samburu-Hilfe Mitten aus dem erfüllten Leben gerissen

Der Treisbacher Alfred Knau hatte noch viel vor in seinem Leben, das er seit 18 Jahren ganz in den Dienst der von ihm gegründeten Samburu-Hilfe stellte. Doch der Krebs ließ ihn keine Zeit mehr, er starb 60-jährig am 19. November.

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Alfred Knau, wie in die Samburu sicher in Erinnerung behalten werden: wohl gelaunt, helfend und ganz nah. Er war einer von ihnen.

Quelle: Privatfotos

Treisbach. Noch Anfang Oktober berichtete Alfred Knau in der OP-Wochenend-Beilage als „Mitmensch“ über den Verein Samburu-Hilfe, Verein gegen Hunger und Umweltzerstörung, und sein persönliches Engagement vor Ort. Nun ist er tot. Der Krebs hat ihn besiegt. Dabei hat er sich wohl nie in sein persönliches Schicksal gefügt, trug in seinem Kopf eher noch die Ideen und Planungen weiterer Hilfen im Land der Samburu in Kenia mit sich herum. „Er hat die Samburu-Hilfe gelebt“, sagt Vereins- und Vorstandsmitglied Helmut Heidlindemann. Und weiter: „Er hat den Menschen direkt vorgelebt, was sie alles in ihrem Land erreichen können.“ Dr. Rainer Didszuweit, ebenfalls vom Vereinsvorstand, nickt und sagt: „Er war ein zurückhaltender Mensch, aber einer, der klar zupackt, wenn es darum geht zu helfen.“ Heidlindemann und Didszuweit machen deutlich, dass Knaus Lebenswerk weitergeführt wird. Zuletzt warb noch Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka für ein Projekt der Samburu-Hilfe. Dabei ging es darum rund 20.000 Euro an Spendengelder zu erzielen. Die Hilfsorganisation Terra Tech hatte zugesagt, dann eine Wasseraufbereitungsanlage einschließlich 20 Zisternen für die Samburu im Norden Kenias zu bauen. Eine solche Anlage zur Gewinnung von sauberen  Wasser kostet auf dem Markt rund 90.000 Euro.

Didszuweit freut sich sagen zu können, dass das Projekt starten wird. Anfang nächsten Jahres werden er und Heidlindemann sowie ein Mitarbeiter von Terra Tech nach Kenia fliegen und entsprechende Vorbereitungen vor Ort treffen. Und so agieren die beiden ganz im Sinne Knaus, der im OP-Bericht im Oktober noch klar forderte, dass man bei allen Fortschritten die erreicht wurden, nun nicht nachlassen dürfe.
Das Spendenkonto für die Samburu-Hilfe  lautet Volksbank Mittelhessen, Bankleitzahl
513 900 00, Kontonummer 26 65 62 06.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP und bereits am Freitabend auf Ihrem iPad.

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