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Nordkreis Mit Führungsstärke und viel Mut: Barbara Burggraf ist neue Direktorin
Landkreis Nordkreis Mit Führungsstärke und viel Mut: Barbara Burggraf ist neue Direktorin
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17:04 01.12.2015
Bürgermeister Kai-Uwe Spanka gratulierte der neuen Schulleiterin Barbara Burggraf (mitte) ebenso wie die leitende Schulamtsdirektorin Heike Grosser (links). Quelle: Marcus Hergenhan
Wetter

„Früher waren die Aufgaben von uns Frauen ja klar geregelt: Kinder, Küche und Kirche lautete das Schlagwort. Damit hatten wir also auf Erziehung, Haushalt und die Moral in der Familie zu achten. Tatsächlich strebte Barbara Burggraf nach mehr und ist deshalb ab heute für die Bildung von 800 Schülerinnen und Schüler verantwortlich, muss sich um den Haushalt einer ganzen Schule kümmern und natürlich auch dort ein Auge auf Werte und Umgang haben.“  Mit diesen Worten begrüßte die leitende Schulamtsdirektorin Heike Grosser am vergangenen Montag herzlich Barbara Burggraf als neue Schuldirektorin im Amt.

Alle müssen an einem Strang ziehen

Burggraf, die Deutsch und Russisch studiert und bereits umfangreiche Erfahrungen in der Bildungspolitik gesammelt hatte, führte die Schule bereits ein Jahr lang kommissarisch, nachdem Christiane Dietzl nach zehn Jahren im Amt in den Ruhestand gegangen war. „Die Wollenbergschule ist ein gutes Beispiel dafür, dass Schule gelingt, wenn viele Kompetenzen zusammenkommen und alle an einem Strang ziehen“, so die neue Direktorin.

Neben den Vertreterinnen des Schulamtes gratulierten auch Pfarrer Dr. Matthias Franz und der stellvertretende Schulleiter Eberhard Blöchle zur Ernennung. Ergänzt wurde der feierliche Anlass um musikalische Beiträge des Kinderchors von Elisabeth Machmüller und der Schulband unter Leitung von „Softeis“-Sänger Gerhard Eismann.

Eine Schule mit starker integrativer Funktion

Als Gesamtschule mit echtem Ganztagsangebot sieht sich die Wetteraner Bildungseinrichtung bewusst als Ort für alle, die lernen wollen, mit starker integrativer Funktion. Diese besondere Vielfältigkeit wird Barbara Burggraf nun fortführen und die erfolgreichen Konzepte weiterentwickeln. „Dafür braucht es natürlich Führungsstärke, Mut und klare Zielvorstellungen, aber auch Teamfähigkeit, Geduld und die Förderung der Kolleginnen und Kollegen mit zeitgemäßen Fortbildungen“, sagte Schulamtsdirektorin Grosser.

In diesem Sinne sprach sich auch Bürgermeister Kai-Uwe Spanka in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins klar für das Konzept der Integrativen Gesamtschule aus: „Wir haben hier in Wetter neben einem starken Handwerk und viel Landwirtschaft vor allem sehr vielfältige Haushalte und dadurch Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. In dieser Situation ist das Konzept dieser Schule das einzig Richtige und wenn es nach mir ginge, dann würde das dreigliedrige Schulsystem insgesamt besser heute als morgen abgeschafft!“

von Marcus Hergenhan