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Minister Posch: Jetzt wird der Verkehr neu gezählt

B 252 und B 3 Minister Posch: Jetzt wird der Verkehr neu gezählt

Der Unmut bei den Anwohnern der B 252 wächst. Von Woche zu Woche fallen die Statements in den Versammlungen drastischer aus. Jetzt kommt aber ein deutliches Signal aus Wiesbaden.

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Jeweils freitags müssen derzeit Lkw-Fahrer in einem Ort an der B 252 mit Behinderungen durch parkende Fahrzeuge rechnen, so dass es im Begegnungsverkehr oftmals recht eng wird.

Quelle: Götz Schaub

Münchhausen. Am Vorabend des von dem SPD-Politiker Sören Bartol anberaumten „Runden Tisches“ am Dienstag fand im Bürgerhaus Münchhausen eine Versammlung der Bürgerinitiative für eine B-252-Ortsumgehung statt.

„Das ist ein von langer Hand geplantes politisches Schachspiel“, waren die Worte eines der etwa 60 anwesenden Bürger. „Und die haben auch schon den nächsten Schritt genau geplant,“ sprach er weiter. Er meint damit die nicht enden wollenden Verzögerungen um den Bau der B252, das Hinhalten der Menschen durch die Politiker und Ämter.

Besonders das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Marburg hat dabei bei den Bürgern an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Mitten in die Frustration kommen nun top-aktuelle „News“ aus Wiesbaden, und zwar vom Hessischen Verkehrsminister Dieter Posch. Posch will im kommenden Jahr den Verkehr auf der B 252 und der B 3 neu zählen lassen, um die Lärmbelastung der Anwohner zu ermitteln. Der Plan sieht vor, dass das Durchfahrtverbot drei Monate unverändert aufrecht erhalten bleibt. Danach sollen tagsüber beide Bundesstraßen uneingeschränkt für alle Lkw freigegeben werden. Dieser Zustand soll drei bis sechs Monate andauern. Dann habe man verlässliches Zahlenmaterial an der Hand, um es dem Gericht zur Entscheidung vorzulegen. 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche soll dabei der Verkehr nicht nur gezählt, sondern auch per Video erfasst werden, um den Zahlen auch Lastwagen und Pkw zuordnen zu können.

Posch reagierte mit dieser Entscheidung auf das Vorgehen der klagenden Spediteure, die parallel zur Hauptverhandlung um das Durchfahrtverbot noch einen Eilantrag auf Abbau der Beschilderung gestellt hatten, dem stattgegeben wurde. „Wir mussten deshalb sofort reagieren und haben kurzfristig am Montagabend die betreffenden Bürgermeister der Anrainer-Gemeinden nach Wiesbaden eingeladen“, sagte Posch gegenüber der OP.

von Götz Schaub, Julia Büttner und Christina Muth

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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