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Mehrheit will, dass Bahnhofstraße Sackgasse bleibt

Zoff in Goßfelden Mehrheit will, dass Bahnhofstraße Sackgasse bleibt

Das Problem der über den Gehweg rasenden Zweiradfahrer, zu schnell durchfahrender Pkw und stecken bleibender Lkw kam bei einem Ortstermin in der Goßfeldener Bahnhofstraße zur Sprache.

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26 Teilnehmer waren zum Ortstermin mit Bürgermeister Manfred Apell (links) zur Engstelle am Ende der Bahnhofstraße gekommen, durch die der Lahntalradweg führt.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. Ein relativ klares Meinungsbild ergab ein Ortstermin in der Bahnhofstraße, zu dem 26 Teilnehmer gekommen waren. Der Vorschlag von Bürgermeister Manfred Apell lautete, den erst kürzlich eingesetzten Pfosten am Ende der Straße wieder zu entfernen, die Durchfahrt aber nur für Radfahrer sowie die Zufahrt für Fahrzeuge zur Schreinerei freizugeben.

Die Anwohner waren wenig begeistert – durch die Sackgassenregelung habe sich zumindest das Problem mit den Autos und Lkw gelöst. Armin Bäurich wies auf eine erst wenige Wochen alte Beschädigung an seinem Jägerzaun an dem schmalen Ende der Bahnhofstraße hin. Vielleicht schon 15mal habe er bereits diesen Zaun reparieren müssen, davor auch sein Vater schon oft. Der Zaun sei auch schon komplett umgefahren worden.

Ortsbeiratsmitglied und Gemeindevertreterin Barbara Seitz (Grüne) erklärte, sie sei dafür, den Pfosten dort zu lassen, wo er ist. Ein Schild am Anfang der Bahnhofstraße könne Lkw, die zur Schreinerei wollen, auf den geänderten Anfahrtsweg über die Straße Am Rodenbach hinweisen. Ortsvorsteher Wilfried Lies (SPD) betonte, der Tenor im Ortsbeirat laute, dass die Durchfahrt für Kraftfahrzeugverkehr gesperrt bleiben solle.

Eine Teilnehmerin fragte, was mit der Anfahrt von Rettungsfahrzeugen im Notfall sei. Bürgermeister Apell konnte sie beruhigen, es bedürfe nur einer einzigen Änderung im Notfallplan, dann sei die ungehinderte Anfahrt gesichert. Weiter sei geplant, eine Parkverbotszone einzurichten. Damit entfiele der Notbehelf der Anwohner, die ihre Pkw bisher so abstellten, dass in Kombination mit aufgestellten Pflanzenkübeln den Zweiradfahrern die Benutzung des Gehwegs statt der mit Kopfsteinpflaster versehenen Straße unmöglich gemacht wurde. Außerdem, teilte Apell mit, sollen Gehweg und Radweg, voraussichtlich im August, mit Farbe und durch Piktogramme deutlich gekennzeichnet werden. Die Entscheidung, ob Pfosten und Sackgassenregelung beibehalten oder rückgängig gemacht werden, müsse er nun nochmals überdenken.

Armin Bäurich erklärte sich bereit, falls der Pfosten bleibt, die Mauer, die sein Vater bereits in den 90er Jahren an der Engstelle errichtete, etwa um 1,80 Meter zu verkürzen und den als Rammschutz an der Stirnseite eingesetzten Träger zu entfernen. Ortsvorsteher Lies stufte dies nämlich als Gefahrenstelle für die durchfahrenden Radfahrer ein.

Anwohnerin Nicole Barth erklärte, sie wolle auf ihre zum Schutz aufgestellten Pflanzenkübel vorläufig nicht ganz verzichten, aber wenn der Pfosten bleibe und die Kennzeichnung erfolgt sei, diese direkt an Haus und Grundstück zurückversetzen. Die zusätzlich abgestellten Pkw wurden unmittelbar nach Ende des Ortstermins entfernt und auf den Anwohnergrundstücken geparkt.

Wie Bürgermeister Apell mitteilte, meldete sich kurz nach dem Ortstermin das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil bei der Gemeinde. Es ist zuständig für die Wegweisung des Lahntalradweges. Wegen der Probleme in der Bahnhofstraße bat es um einen Ortstermin mit der Gemeinde. Dieser wird erst Mitte August stattfinden können.

Daher werde es erst einmal bei der Sperrung und dem Pfosten bleiben, zumal die betroffenen Anlieger mehrheitlich die Sperrung auf Höhe der Brücke für akzeptabel hielten. Apell will auch noch einmal mit dem betroffenen Gewerbebetrieb sprechen, der wegen seiner postalischen Anschrift „Bahnhofstraße“ diese Zufahrt für seinen Betrieb erhalten möchte. Grundsätzlich sei er bereit, die Zufahrt über die Brücke für diesen Betrieb freizugeben, sagte der Bürgermeister.

von Manfred Schubert

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