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Markttreiben rund um renovierte Kirche

Hugenotten- und Waldensermarkt Markttreiben rund um renovierte Kirche

Die Züge der Burgwaldbahn von Marburg ab 8.29 bis 18.29 Uhr und von Frankenberg ab 8.39 bis 18.39 Uhr halten aufgrund des Marktes am Sonntag alle auch in Todenhausen.

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Die Todenhäuser Kirche bildet das Zentrum des Hugenotten- und Waldensermarktes am Sonntag.Foto: Götz Schaub

Todenhausen. „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, mit der Kurhessenbahn eine Übereinkunft zu treffen“, sagt Todenhausens Ortsvorsteher Ralf Funk und bedankt sich auf diesen Wege für das freundliche Entgegenkommen. Für die Fahrten von Marburg und Frankenberg gilt der normale Fahrpreis. Fahrausweise sind vor Antritt der Fahrt in den Reisezentren oder am Automaten zu lösen.

Wichtig: Fahrgäste, die in Todenhausen einsteigen, können die Fahrkarte beim Kundenbetreuer im Zug erwerben.

Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka wird sich am Sonntag persönlich davon überzeugen, dass die Züge auch in Todenhausen halten. Dafür schlüpft er freiwillig in die Rolle des Zugbegleiters in dem Zug, der um 10.29 Uhr am Marburger Hauptbahnhof abfährt. Zudem wird er in Münchhausen in den Zug aus Richtung Frankenberg umsteigen, der dort um 10.58 Uhr hält.

Anlässlich des Anradelns mit der Kurhessenbahn zum Maimarkt in Wetter (die OP berichtete) hatte der Bürgermeister gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Frankenberg, Rüdiger Heß, gewettet, dass sie mehr als hundert Radfahrer auf den Lahn-Eder-Radweg führen. Obwohl die Bürgermeister ihre Wette gewonnen haben, erklärten sich beide sofort bereit, einmal als Zugbegleiter bei der Kurhessenbahn tätig zu werden.

Offizielle Eröffnung findet um 11 Uhr statt

Der Markt ist bis 18 Uhr geöffnet und bietet mit 45 Ausstellern und einem Rahmenprogramm Unterhaltung für die ganze Familie. Die offizielle Eröffnung ist für 11 Uhr angesetzt. Zuvor findet in der pünktlich zum Markttag fertig sanierten Kirche ab 10 Uhr ein festlicher Gottesdienst statt. Musikalisch beteiligen sich der Posaunenchor und die Stadtkapelle Wetter an der Ausgestaltung des Tages. Auch die Voltigiergruppe beteiligt sich am Tagesprogramm. Über das Markttreiben hinaus gibt es auch Führungen durch das Hugenotten- und Waldenser-Archiv in der Alten Schule, die neben dem Bürgerhaus steht, und natürlich durch die Kirche.

Der Name des Marktes ist nicht einfach nur so gewählt. Den Todenhäusern kommt es schon darauf an, dass der Markt in der Tradition ihres Dorfes steht, dessen Geschichte ganz eng mit dem Schicksal vieler vertriebenener Hugenotten aus Frankreich verbunden ist. Hugenotten waren Franzosen, die im Zuge der Reformation den protestantischen Glauben angenommen hatten. So werden regionale Produkte angeboten, die auf die Tradition der Hugenotten zurückgehen, wie etwa die vermeintlich hessische grüne Soße. Natürlich ist der Markt auch über die B 252 mit dem Auto zu erreichen. Parkplätze stehen zur Verfügung

Bleibt dem aus 17 Personen bestehenden Festausschuss nur zu wünschen, dass sich der Sonntag wettermäßig so schön präsentiert wie die herausgeputzte Kirche.

von Götz Schaub

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