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Lernen für ein umweltbewusstes Handeln in der Zukunft

Umweltschulen Lernen für ein umweltbewusstes Handeln in der Zukunft

Kultusministerin Nicola Beer und Umweltstaatssektretär Marc Weinmeister zeigten sich beeindruckt von den zum Teil sehr unterschiedlichen Projekt-Ansätzen zur Umwelterziehung.

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Die Projektlehrer Steffen Becker und Sabine Brilla, Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, einst selbst einmal WSW-Schüler, Schuldezernent Dr. Karsten McGovern, Schulleiterin Christiane Dietzel mit Umweltstaatssektretär Marc Weinmeister und Kultusministeri

Wetter. „Schön, dass so viele ganz unterschiedliche Schulen sich mit ganz unterschiedlichen Ansätzen mit dem Thema nachhaltige Entwicklung beschäftigt haben“, freute sich Kultusministerin Nicola Beer, die gestern extra viel Zeit mitbrachte, um sich die Präsentationen der Schulen im Foyer der Wollenbergschule ausgiebig anzuschauen. Und so ein Rundgang lohnte sich auch für alle Teilnehmer selbst, um neue Anstöße und Projektideen zu gewinnen. Erstmalig dürfen die 72 Schulen, die dem Bezirk Hessen-Nord zugeschlagen sind die Auszeichnung für zwei Jahre behalten, ehe sie sich mit neuen Projekten für eine erneute Auszeichnung anmelden können.Marc Weinmeister, Staatssekretär des hessischen Umweltramtes nahm sehr erfreut zur Kenntnis, dass sich von Jahr zu Jahr mehr Schulen beteiligen.

„Das hat damit zu tun, dass immer mehr Lehrer bereit sind, sich entsprechend einzubringen um Schülern auch das Rüstzeug für nachhaltiges umweltgerechtes Handeln mit auf den Weg zu geben“, sagte Weinmeister. Die Wollenbergschule Wetter ist schon ein traditioneller „Titellträger“. Schulleiterin Christiane Dietzel hob hervor, dass das Engagement seit der ersten Teilnahme nicht nachgelassen, sich eher noch vergrößert habe. Schüler der Wollenbergschule beschäftigten sich unter anderem mit dem „ökologischen Fußabdruck“, den praktisch jeder Mensch durch sein persönliches Verhalten auf dieser Welt hinterlässt. Dabei lernten sie, dass wir in Deutschland pro Person 1,9 Hektar nutzbare Naturfläche zur Verfügung haben, aber im Schnitt 4,2 Hektar verbrauchen.

„Idee des Projekts ist es, dass Schüler anfangen zu überlegen, was sie tatsächlich benötigen,und auf was sie zugunsten der Umwelt verzichten könnten“, sagte Lehrer Steffen Becker. „Bei allen lokalen Anstrengungen müssen wir auch wissen, dass es eine globale Aufgabe ist, mehr Umweltbewusstsein zu schaffen“, sagte Dietzel.

Ministerin Beer hob hervor, dass es bei dieser „Auszeichnung“ nicht um Platzierungen gehe. „Alle Projekte sind ein Gewinn für die Umwelt. Es geht darum, Schüler zu motivieren weltoffen ein eigenes Verständnis für die Umwelt zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.“ Ein Denkanstoß aus Flörsheim: Unter dem Slogan „Hast du‘s papiert?“ warben dort Klassen für den sparsamen Verbrauch von Papier. Die Steinmühle in Cappel nutzt eine Kooperation mit dem Weltladen und bietet im Schulkiosk fair gehandelte Schokolade an. Zudem laufen Überlegungen im Lehrerzimmer fair gehandelten Kaffee und Tee anzubieten.

Die Richtsberg Gesamtschule beschäftigte sich mit der Lebenswelt der Fledermäuse, „die unbedingt geschützt werden muss“ wie Schüler Marvin Theiß erläuterte. Die Gesamtschule Niederwalgern zeigte auf, dass schon ein in der Natur verbrachter Tag Schülern neue Impulse für ihr Umweltdenken bringen kann. Dafür nutzt die Schule einen Platz in Roth an der Lahn.

von Götz Schaub

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