Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Nordkreis Landwirt und Polizei rätseln
Landkreis Nordkreis Landwirt und Polizei rätseln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 29.07.2018
Landwirt Hans Schäfer zeigt auf seinem Maisacker hinter dem Sportplatz Reddehausen die Fahrspur, die Unbekannte hinterlassen haben: Sie beschreibt ein etwa 70 Meter langes Oval. Die Pflanzen wurden dabei zerstört.  Quelle: Nadine Weigel
Anzeige
Reddehausen

Am Sonntag erhielt der 61-Jährige dann von einem Spaziergänger die Information, dass sich eine Fahrspur durch sein Maisfeld zieht. „Ich habe vielleicht einen Schreck bekommen, als ich das gesehen habe“, sagt Hans Schäfer und zeigt, wo die Fahrt durch den Acker begann.

Möglicherweise mit einem Quad oder einem anderen Fahrzeug, das wohl etwas schmaler als ein Auto sein müsste, sind unbekannte Randalierer am Samstagabend oder in der Nacht zu Sonntag durch das Feld gebrettert (die OP berichtete).

Hans Schäfer schüttelt den Kopf. „Nein, so etwas ist hier noch nie passiert.“ Erst sei der Mais nicht gewachsen, dann habe er sich erholt und sei richtig in die Höhe geschossen. „Und nun das. Ausnahmsweise gibt es mal keine Schäden durch Wildschweine im Feld, dann kommen irgendwelche Leute und fahren die Pflanzen platt.“ 

Zeugenaufruf

Wer hat den Reddehäuser Mais plattgefahren?

Die Polizei Marburg ermittelt und sucht Zeugen, die im Zeitraum zwischen Samstag, 21. Juli, und Sonntag, 22. Juli, Beobachtungen gemacht haben könnten. Hinweise an Telefon 0 64 21 / 406-0. 

Welche Einbußen er durch die Zerstörung des Mais‘ auf einer Fläche von etwa 160 Quadratmetern haben wird, kann Schäfer nicht einschätzen. Den Mais verkauft er zur Energiegewinnung an eine Biogasanlage. „Die plattgefahrenen Pflanzen kann ich jetzt höchstens noch abhacken und den Kühen geben – ich weiß aber nicht, ob die Kühe das noch fressen“, sagt er schulterzuckend.

Auf dem Feld, das sich in der Gemarkung Aspherstück hinter dem Reddehäuser Sportplatz befindet, sind die unbekannten Täter in einer etwa 70 Meter langen Schleife mit ihrem Fahrzeug durch den Mais gebrettert. Auf einem angrenzenden schmalen Feldstreifen, auf dem Ackerbohnen wachsen, sind auf einigen Metern ebenfalls die Pflanzen plattgedrückt – dort verliert sich die Spur des Fahrzeugs. „Wahrscheinlich sind sie rückwärts wieder rausgefahren“, vermutet Schäfer.

Der Landwirt stellt sich darauf ein, die Pflanzen vorerst zerdrückt auf dem Boden liegen zu lassen. „Es ist schade drum. Wenn der übrige Mais abgeerntet ist, muss man die platten Pflanzen mit der Egge zusammenziehen und sie abräumen. Damit kann man dann nichts mehr anfangen, dieser Teil der Ernte ist verloren.“

von Carina Becker-Werner

Anzeige