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Landwirt mäht auf Bewährung

Tote Rehkitze Landwirt mäht auf Bewährung

Weil sie auf einer am Waldrand gelegenen Wiese im Nordkreis mehrere Rehkitze bei Mäharbeiten getötet haben sollen, mussten sich ein Landwirt und sein Sohn vor dem Biedenkopfer Amtsgericht verantworten.

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Mäharbeiten sind besonders am Waldrand eine potentielle Gefahr für junge Wildtiere. Dieses Foto entstand nicht in der Setzzeit des Wildes, sondern während der Erntezeit.

Quelle: Michael Agricola

Biedenkopf. Für das „Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund“, einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, reicht das Strafmaß von Geldstrafen bis zu drei Jahren Haft. Dass es für die beiden Angeklagten bei einer Verwarnung und einer Geldstrafe blieb, die zudem für eineinhalb Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, lag an der Einsicht der Landwirte und ihrer Bereitschaft, dem Jagdpächter den Schaden durch die toten Jungtiere zu ersetzen.

Was war passiert? Nachdem sie am Nachmittag des 19. Mai vergangenen Jahres mit dem Mähen der Flächen des Landwirts auf der einen Seite des Waldgebiets fertig geworden waren und noch etwas Zeit blieb, schickte der 53-Jährige seinen Sohn noch zum Mähen einer gepachteten Wiese auf der anderen Seite des Waldes in der Nachbargemarkung.

Der heute 22-Jährige, der seit Jahren auf dem elterlichen Hof beim Mähen hilft, hatte ausgesagt, dass ihm zum Ende der Mäharbeiten ein Rehkitz in das Mähwerk geriet. Nur wenige Meter davon entfernt habe er dann im ungemähten Gras ein weiteres Kitz entdeckt, das aber bereits tot gewesen sei. Der Vater berichtete, dass der Jagdpächter nach dem Vorfall erzürnt zu ihm auf den Hof gekommen sei und zwei tote Kitze auf einem Anhänger gezeigt habe.

von Michael Agricola

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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