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Lahntal setzt auf den Partner Stadtwerke

Windkraft Lahntal setzt auf den Partner Stadtwerke

Das Parlament Lahntal entschied sich mit großer Mehrheit für einen städtebaulichen Vertrag mit den Marburger Stadtwerken.

Caldern. "Wir wollen gerne Windkraftanlagen. Wir wollen für die Standortsuche aber kein Geld ausgeben, weil wir keins haben. Aber wir wollen an der Windkraft mitverdienen", sagte Lahntals Bürgermeister Manfred Apell am Mittwochabend während der Sitzung der Lahntaler Gemeindevertretung im Bürgerhaus Caldern. Unter diesen Voraussetzungen sei es schwierig, einen Partner zu finden, der sich darauf einlässt, das Risiko zu tragen, dass es eventuell gar nicht zum Bau von Windrädern kommt, weil es keine geeigneten Standorte gibt.

Nach der Aufgabe des Standortes "Hardt" liegen nun auch Erkenntnisse vor, die den bisher favorisierten Standort "Wollenberg" unattraktiv erscheinen lassen.

Für weitere Untersuchungen auf dem Gebiet der Gemeinde Lahntal inklusive avifaunisches Gutachten muss zunächst eine Finanzierung gesichert sein. Die Bereitstellung der Mittel soll durch die Stadtwerke Marburg erfolgen. Dazu beschlossen die Gemeindevertreter gegen die Stimmen der CDU einen entsprechenden städtebaulichen Vertrag. CDU-Fraktionschef Michael Nies stellte klar, dass sich die CDU mit ihrer Ablehnung nicht gegen Windkraft ausspreche, doch hätte sie es sich gewünscht, dass auch Angebote andere potenzieller Partner angefragt worden wären.

Sollten die Untersuchungen erfolgreich sein, werden die vorgesehenen Standorte für Windenergieanlagen in einer Bürgerversammlung - voraussichtlich im Juni - vorgestellt. Dann sollen auch Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung dargestellt werden.

von Götz Schaub

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