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Lahn kann durch dritte Rinne fließen

Renaturierung Lahn kann durch dritte Rinne fließen

Mit dem Ausbaggern der dritten Lahnflutmulde südwestlich von Sterzhausen wurde noch rechtzeitig zum Jahreswechsel die Renaturierung der Lahn an dieser Stelle abgeschlossen.

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Freuen sich über den Abschluss der Arbeiten an der Lahn (von links): Guntram Ohm-Winter, Dezernatsleiter Artenschutz/Landschaftsplanung beim RP Gießen, Lahntals Bürgermeister Manfred Apell, Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, Bauamtsleiterin Sandra Rhiel.

Quelle: Michael Agricola

Sterzhausen. Damit sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die Rinnen, in denen sich die Lahn bei Hochwasser ähnlich ihrer früheren Nebenarmverläufe ausbreiten kann, bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, zugleich aber auch einen wirksamen Hochwasserschutz.

Innerhalb von nur drei Monaten wurde das Projekt einer rund 550 Meter langen und bis zu 25 Meter breiten dritten Flutrinne verwirklicht – ein Vorhaben, das in diesem Jahr eigentlich niemand auf der Rechnung hatte, wie Bürgermeister Manfred Apell gestern betonte.

Zwar gibt es dafür seit 2001 einen Planfeststellungsbeschluss in dem Landschaftsschutzgebiet, und auch die beiden anderen Flutmulden, die der Lahn bei Hochwasser rund 200.000 Kubikmeter mehr Raum geben, sind bereits abgeschlossen. Für die dritte Rinne stand bislang kein Geld zur Verfügung. Bis das Land Hessen dem Regierungspräsidium (RP) Gießen im vergangenen Jahr überraschend noch vorhandene Mittel in Höhe von 300.000 Euro für weitere Naturschutzprojekte in Mittelhessen zur Verfügung stellte – was laut Regierungspräsident Dr. Lars Witteck soviel Geld ist, wie sonst für ganz Hessen in einem Jahr zur Verfügung stehe.

von Michael Agricola

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