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Gemeindebus ist zurück ohne Kratzer

Nach zwei Jahren in Griechenland Gemeindebus ist zurück ohne Kratzer

Er ist wieder da. Zwei ­Jahre nach der Entleihe und wenig später erfolgter Beschlagnahmung in Griechenland ist der Kleinbus der Gemeinde Cölbe wieder Teil des hiesigen Fuhrparks.

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Cölbes Bürgermeister Volker Carle nahm am Dienstagmorgen den Kleinbus, der zwei Jahre in Griechenland gestanden hatte, in Empfang. Der Zustand des Autos ist tadellos.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. „Wir haben ihn am 16. Dezember 2015 verliehen mit der Maßgabe, dass er vor Weihnachten zurückkommt. Jetzt ist er wieder da, pünktlich vor Weihnachten.“

Cölbes Bürgermeister Volker­ Carle ist froh, dass er jetzt diesen Scherz machen kann. Denn lange Zeit sah es nicht so aus, als ob die Geschichte mit dem beschlagnahmten Wagen in Griechenland noch ein positives Ende nimmt. Mit pünktlich vor Weihnachten war natürlich Weihnachten 2015 gemeint. Nun stand der Wagen tatsächlich genau zwei Jahre in Griechenland als sichergestelltes Beweismittel für eine in Griechenland illegale Mitnahme von asylsuchenden Flüchtlingen.

„Das ist jetzt alles ausgestanden“, freut sich Carle. Es gibt kein juristisches Nachspiel mehr. In Griechenland ist man zur Überzeugung gekommen, dass die Fahrt nichts mit Schlepperei zu tun hatte. Die Entleiherin des Fahrzeugs hatte während eines privaten Hilfstransportes nach Griechenland eine syrische Familie zur nächsten Polizeistation zur Registrierung fahren wollen, als sie in eine Polizeikontrolle geriet.

Carle: Wagen ist in erstklassigem Zustand

Sie durfte zwar wenig später nach Deutschland ausreisen, allerdings mit dem Hinweis, dass sie sich für dieses Vergehen noch zu verantworten habe. Jetzt konnte juristischer Beistand in Griechenland klären, dass es sich keineswegs um eine Schlepperfahrt gehandelt hatte. So durfte die Gemeinde nun auch den Wagen zurückerwarten.

Die Entleiherin und Jannis Gerling vom Verein Junge Entwicklung fördern (JEF) brachten den Wagen am Dienstagmorgen wohlbehalten zurück nach Cölbe. „5700 Kilometer stehen auf dem Tacho, der Wagen ist in ­einem erstklassigen Zustand. Er wurde pfleglich behandelt, weist nicht einen Kratzer auf“, freut sich Carle.
Erster Nutzer wird nun zwischen den Jahren der Männergesangverein Cölbe sein, danach soll der Kleinbus auch für das Cölber Bürgerbus-Projekt eingesetzt werden.

von Götz Schaub

Die Vorgeschichte:
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