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Kirchenfenster machen Kur in Wetter

Fensterrestaurierung Kirchenfenster machen Kur in Wetter

Glasmalermeister Michael Hartmann und seine vier Mitarbeiter machen zurzeit 24 Buntglasfenster zukunftsfit: Die alten Stücke werden aufgearbeitet und nach neuesten energetischen Standards wieder eingesetzt.

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Die Buntglasfenster aus Dillenburg zeichnen sich durch mundgeblasene Echtantikgläser in leuchtenden Farben aus. In der Glasmalerei Klonk und Hartmann in Niederwetter sind Meister und Geschäftsführer Michael Hartmann (rechts) und Azubi Stephan Picavé mit der Restauration beschäftigt.

Quelle: Thorsten Richter

Niederwetter. Es waren schon prominentere Fenster zur Kur in der Glasmalerei Klonk und Hartmann als jene aus dem evangelischen Gemeindezentrum in Dillenburg. Im vergangenen Jahr etwa restaurierte Glasmalermeister Michael Hartmann die Buntglasfenster aus dem Bremer Dom. Und doch stellen die Fenster aus Dillenburg das Glasmaler-Team vor besondere Herausforderungen: Die rund fünf Jahrzehnte alten Stücke müssen so aufgearbeitet werden, dass sie den aktuellen energetischen Ansprüchen gerecht werden.

Fünf der Fenster sind bereits an ihren angestammten Platz in Dillenburg zurückgekehrt, 19 Exemplare lagern noch in der Niederwetteraner Glasmalerei in der Aumühle, wo sie sich den Platz in der Werkstatt mit den bleigefassten Fenstern aus dem Kapitelsaal des Klosters Haina teilen. Auch die sind zur Kur bei Klonk und Hartmann.

Um den historischen Bestand den Gegebenheiten moderner Wärmedämmung anzupassen, bringen die Mitarbeiter die Fenster zunächst auf Vordermann. Auszubildender Stephan Picavé löst die mundgeblasenen Echtantikgläser aus ihrer Bleifassung, wo diese im Laufe der Jahre schadhaft geworden ist. Hier und dort müssen Glasmalermeister Hartmann und seine Mitarbeiter kaputtes Glas ersetzen, bevor die farbenfrohen Scheiben wieder neu in Blei gefasst werden können. Dann werden die Fenster zusätzlich zur Bleifassung mit Messingprofilen gerahmt.

Die Fenster sind bis zu 1,15 Meter breit und 2,15 Meter hoch. „Das ist sehr großformatig für eine Bleiverglasung“, sagt Hartmann über die Dillenburger Exemplare und hebt die „enorm leuchtenden Farben“ des zwei bis fünf Millimeter dicken Glases hervor.

von Carina Becker

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