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Nordkreis Kinderkrippe zieht in Neubau-Haus ein
Landkreis Nordkreis Kinderkrippe zieht in Neubau-Haus ein
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17:55 11.05.2012
Dr Karsten McGovern, Maria Schembecker-Tüns, Simone Karcher und Manfred Apell zeigen das Haus im Sterzhäuser Neubaugebiet, in dem eine Kinderkrippe eröffnet werden soll Quelle: Götz Schaub
Sterzhausen

Sie stehen völlig entspannt vor dem Haus, das sie schon jetzt liebevoll die „kleine blaue Villa“ nennen. Sie, das sind Lahntals Bürgermeister Manfred Apell, der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Maria Schembecker-Tüns, die beim Kindergarten Sterzhausen die pädagogische Leitung innehat, und Simone Karcher, die hauptamtlich den Verein „Kinder sind unsere Zukunft“ führt. Den Vieren ist nicht anzusehen, dass ein gehöriges Stück Arbeit hinter ihnen liegt.

Ausgangspunkt für den Ankauf des Hauses in der Straße Wollenbergblick, Luftlinie etwa 100 Meter oberhalb der Kindertagestätte „Villa Kunterbunt“ Sterzhausen gelegen, war die schon fast verzweifelte Suche nach mehr Platz für Kinder unter drei Jahren. „Wir haben an einen Anbau an den Kindergarten gedacht, an einen Neubau und zuletzt an einen Umbau des Haues am Wollenberg“, sagt Apell. Doch alle drei Möglichkeiten zogen Kosten „deutlich über 500000 Euro nach sich“, so Apell. „Das sprengt unsere finanziellen Möglichkeiten.“ Also wurde noch einmal versucht, das Problem über die Kindergärten in Sarnau, Caldern und Goßfelden zu lösen, aber es boten sich keine vernünftigen Lösungen an. „Gerade als wir das Haus am Wollenberg als Option endgültig beerdigten, kam uns plötzlich eine Idee. Gar nicht weit von der Sterzhäuser Kindertagesstätte stand im Neubaugebiet ein Haus, das aus privaten Gründen schon wieder zu verkaufen war. In einer beispiellosen engen und ergiebigen Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, insbesondere mit dem Kreisjugendamt, wurden schließlich binnen 48 Stunden die Voraussetzungen geschaffen, die Manfred Apell erlaubten, ein Angebot zu machen. „Auch der Fachdienst Bauen des Landkreises hat sich sofort und konstruktiv mit der nicht alltäglichen Fragestellung der Nutzung eines kleinen Wohnhauses als Kinderkrippe auseinandergesetzt und uns mitgeteilt, dass eine entsprechende Umnutzung die Zustimmung der Bauaufsicht finden wird“, erläutert Apell. Damit war der Weg frei.

Für 200000 Euro wurde das Haus gekauft, bis zum 1. August soll es betriebsfertig sein. Aufgrund der Nähe zur Kindertagesstätte, könnten die beiden Einrichtungen als eine Betriebseinheit angesehen werden. „Sollte mal etwas sein, kann das Personal sehr schnell reagieren“, sagt Maria Schembecker-Tüns. Im Obergeschoss des Hauses sollen die Personalräume eingerichtet werden, die ebenerdige Etage ist Betreuungsort für bis zu zehn Kinder unter drei Jahren. Das Wohnzimmer hat direkten Zugang zum Garten, der noch weiter angelegt werden muss. „Zudem müssen wir noch die Terrasse und einen Zaun bauen“, fügt Apell an. In einem zweiten Raum können die Kinder schlafen.

Karsten McGovern lobt die „pragmatische Idee“, die sich als sehr gut herausgestellt habe. Er geht davon aus, dass die Einrichtung gut angenommen wird und eine sehr kreative Lösung gefunden wurde. Apell abschließend: „Sehr gut ist auch, dass wir praktisch kein Geld versenkt haben. Sollte irgendwann einmal die Nachfrage weniger werden, können wir das Haus sogar wieder als Wohnhaus verkaufen.“

von Götz Schaub

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