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Kindergartenbau ist der größte Batzen

Haushalt der Stadt Wetter Kindergartenbau ist der größte Batzen

Im Jahr 2012 verzeichnete die Stadt Wetter einen leichten Überschuss im geplanten Haushalt, 2013 ein Minus von rund 200000 Euro. Für 2014 fehlen wieder fast 500000 Euro zum Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben.

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In das Rathaus in Wetter soll auch investiert werden: Gestern Abend brachte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein.Foto: Thorsten Richter

Wetter. Gestern Abend brachte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) in der Stadtverordnetenversammlung den Haushaltsplan für das kommende Jahr mit einem Volumen von 12,4 Millionen Euro ein.

Investieren will der Magistrat nach dem Plan im kommenden Jahr insgesamt 1,9 Millionen Euro, durch Einnahmen (etwa Zuschüsse von Bund und Land) sind davon gut 650000 Euro gedeckt, somit muss die Stadt dafür 1,25 Millionen Euro neue Schulden aufnehmen.

Der größte Batzen der Investitionssumme soll auf den Ausbau der Kinderbetreuung entfallen. 50000 Euro sollen in die Kita Arche fließen, und zwar für energetische Sanierung und den Ausbau der Einrichtung, 600000 Euro hat der Kämmerer unter anderem für den Kindergartenneubau in Unterrosphe eingeplant. In Unterrosphe werden zudem 120000 Euro Baukosten für die Brücke in der Rosphestraße eingestellt, in Amönau 50000 Euro für die Sanierung einer Wirtschaftswegbrücke. 100000 Euro hat die Stadt für die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs veranschlagt, 214000 Euro gehen als Baukostenzuschuss an den Wasserverband Wetschaft.

50000 Euro plant der Magistrat für den Ausbau und die Einrichtung des Sitzungssaales im Rathaus ein. Für die Altstadtsanierung stehen 160000 Euro in den Büchern, für die Dorferneuerung in Treisbach, Ober- und Unterrosphe 120000 Euro. Allerdings stehen bei diesen Posten auch Einnahmen durch Zuschüsse in Höhe von 160000 beziehungsweise 75600 Euro gegenüber.

Die Personalkosten steigen um etwa 25000 Euro auf gut 2,54 Millionen Euro, dennoch zähle Wetter laut eines Vergleichs des Hessischen Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2011 zu den sechs wirtschaftlichsten von 25 in der Kategorie „Größere Gemeinden“ verglichenen Kommunen. Der Zuschuss zu den Kindertagesstätten - städtisch wie von freien Trägern - steigt insgesamt nur leicht um 14000 Euro auf rund 1,24 Millionen Euro.

Zum Defizit trägt die um etwa 300000 Euro erhöhte Kreisumlage bei. Da die Schulumlage zugleich mit gut 100000 Euro weniger zu Buche schlagen wird, bleiben hier unter dem Strich geplante Mehrkosten von etwa 200000 Euro an der Stadt hängen.

Stellt man die erwarteten Schlüsselzuweisungen mit den Umlagen insgesamt gegenüber, erwartet Kämmerer Spanka für 2014 ein Minus in der finanziellen Ausstattung durch Bund und Land von mehr 1,5 Millionen Euro, was ein zum laufenden Jahr nochmals um 75000 Euro vergrößertes Finanzloch ergibt.

von Michael Agricola

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