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Nordkreis Kinder verlieren spielerisch die Angst
Landkreis Nordkreis Kinder verlieren spielerisch die Angst
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19:22 26.11.2010
Acht Meter über Mama und Papa, die plötzlich ganz klein sind: Die Kindergartenkinder Sophie und Lucius (linkes Foto) sind die ersten, die zum Schmücken des Weihnachtsbaumes mit auf die Drehleiter dürfen. Quelle: Nadine Weigel

Wetter. Acht Meter Höhe macht Lucius gar nichts aus. Der Dreijährige schaut lachend in die Tiefe und winkt seiner Mama zu, die langsam immer kleiner wird.

Die beiden Kindergartenkinder Sophie und Lucius waren am Donnerstag die ersten, die auf der Drehleiter von Wetters Feuerwehr ganz nach oben fahren durften. Zusammen mit Feuerwehrmann Andreas Sohn hängten die Kleinen einen selbstgebastelten Stern an die Spitze des riesigen Weihnachtsbaumes vor dem Rathaus. „Wir hoffen zwar, dass es niemals zu einem Ernstfall kommen wird, aber so sollen die Kinder auch die Angst vor der Drehleiter verlieren“, erklärte Doris Wabnegg, die die Gesamtleitung der fünf städtischen Kindergärten inne hat.

Doch die meisten Kinder hatten keine Angst, sondern riesigen Spaß beim Schmücken in luftiger Höhe. „Kinder, die sich letztes Jahr noch nicht nach oben trauten, sind diesmal schon viel mutiger“, freute sich Wabnegg.

Auch die Ortsgruppe Wetter des Deutschen Roten Kreuzes war vor Ort. Deren Vorsitzender Horst Galonska öffnete die Türen des Rettungswagens und zeigte den Kindern, was sich im Innern eines solchen Gefährtes befindet. „Die Kinder sehen schnell, dass es hier drin gar nicht so schlimm ist“, erklärte Galonska. Ohne Scheu erklommen die Kleinen den Wagen und schauten sich alles genau an.

An weihnachtlicher Atmosphäre mangelte es aber trotzdem nicht. Noch bevor sie den Baum mit selbstgebasteltem Schmuck ausstatteten, sangen die Kindergartenkinder gemeinsam mit der Gitarrengruppe rund um Britta Hollenbeck-Schindler ein Weihnachtslied.

„Das ist eine tolle Aktion, die die Kinder nicht vergessen werden“, betonte Verena Fenner. Und mit dieser Meinung war die Mutter des mutigen Lucius sicher nicht allein.

von Nadine Weigel

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