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Keine Zug-Haltestelle für Todenhausen

Bürgerversammlung Keine Zug-Haltestelle für Todenhausen

Die Dorfbegehung verlief für den Todenhäuser Ortsvorsteher Ralf Funk nur bedingt zufriedenstellend: Keine Lösung gab es für die Frage nach einer Bedarfshaltestelle, dafür wird es am Friedhof Veränderungen geben.

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Während Ortsvorsteher Ralph Funk (rechts) am Todenhäuser Friedhof die Vorhaben des Ortsbeirates vorstellt, hört auch Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (zweiter von rechts) zu.

Quelle: Elvira Rübeling

Todenhausen. Ein Wunsch der seitens des Ortsbeirates schon seit dem vergangenen Jahr besteht, ist eine Bedarfshaltestelle der Deutschen Bahn (DB) in Todenhausen. Weil trotz wiederholter Anfragen beim Magistrat der Stadt Wetter bisher noch keine konkreten Antworten erfolgten, setzte Ortsvorsteher Ralph Funk diesen Punkt an die erste Stelle der Ortsbegehung, die im Vorfeld einer Bürgerversammlung stattfand.

Die Bahn benötige für die Bedarfshaltestelle eine 100 Meter lange und drei Meter breite Fläche. Diese Fläche sei an dem ehemaligen Bahnhof in Todenhausen vorhanden und nach wie vor im Besitz der Bahn, erklärte Funk. Die Deutsche Bahn und der Landkreis haben bereits grünes Licht für das Projekt gegeben, sagte der Ortsvorsteher.

In diesem Zusammenhang hat der Ortsbeirat eine eigene Bedarfsermittlung erstellt, woraus hervorgeht, dass rund 34 Personen die Haltestelle beruflich und 39 Schüler für den täglichen Schulbesuch nutzen. Am Wochenende werde die Haltestelle von weiteren 30 Personen in Anspruch genommen.

Gesamtkosten von rund 250000 Euro

Bei einer Investition von rund 250000 Euro seien rund 85 Prozent der Kosten förderungsfähig und die restlichen 15 Prozent von der Stadt Wetter zu tragen, so Funk.

Trotz seiner schlüssigen Recherche und Argumentation stieß Ralf Funk bei der Ortsbegehung auf nicht sonderlich interessierte Stadtverordnete. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) und Harald Althaus (SPD) argumentierten, das im Haushalt für 2013 definitiv kein Geld bereitgestellt werden könne und infolge knapper Kassen, die Prioritäten neu überdacht und entsprechend gesetzt werden müssen.

Einen ersten kleinen Erfolg verbuchte Ortsvorsteher Funk dann am nächsten Punkt der Ortsbegehung: dem Friedhof. Die seit drei Jahren beantragten Tore für das Gelände sollen noch in diesem Jahr erneuert werden.

Ebenso stehe der Erweiterung des Urnenfeldes, sowie der Einfassung weiterer Grabfelder nichts mehr im Wege. Die Umsetzung dieser Vorhaben durch die Stadt Wetter betrachte er als selbstverständlich, sagte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Bei der Ortsbegehung wurde ein weiteres Problem besprochen, dass viele Bürger bereits drei Jahre beschäftigt. Denn seit 2009 wurde dem Wunsch des Ortsbeirats hinsichtlich einer Ringleitung, sowie der Verlegung eines Kanals zur Lösung des Abwasser- und Oberflächenwasserproblems an den Straßen „Am Kirchweg“ und „Zur Winterseite“ nicht entsprochen.

Spanka: „Windkraftanlagen wohl nicht zu realisieren“

In der anschließenden Versammlung im Bürgerhaus nahm dann das Gremium auch hinsichtlich des derzeit viel diskutierten Abwasser-Gebühren- Splittings Stellung. Es gelang viele noch offene Fragen zu klären und Ängste der Bürger zu beseitigen, die auch hinsichtlich der Gerüchte um den Entwurf des neuen Waldgesetzes des Landes Hessen, beunruhigten.

Zum Thema Windkraft lieferte Bürgermeister Spanka einen Sachstandsbericht. Er stellte klar, dass bisher lediglich die Gebiete Hügelbirke, zwischen Mellnau und Simtshausen, sowie Galgenberg, zwischen Mellnau und Todenhausen als Windvorrangflächen zu betrachten seien.

Spanka bezweifelt jedoch, dass diese Windkraftanlagen, aufgrund der bestehenden Auflagen im Burgwald, zu realisieren sind.

von Elvira Rübeling

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