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Keine Häuschen für junge Emigranten

Cölbe Keine Häuschen für junge Emigranten

Eine Anlage mit fünf kleinen Wohngebäuden für jugendliche Emigranten wird es am Ortsrand von Cölbe vorerst nicht geben. Die Gemeindevertreter folgen damit dem Wunsch des Ortsbeirats.

Cölbe. Ein Investor wollte im Außenbereich nahe der Riedstraße fünf kleine Fertighäuschen errichten, um darin junge Emigranten zwischen 18 und 21 Jahren unterzubringen. Diese wohnen bislang schon in Cölbe in mehreren Wohnungen, seien dort gut integriert und in gutem Kontakt mit dem Jugendpfleger, stellte Bürgermeister Volker Carle angesichts der Diskussionen um die vermeintliche Errichtung eines „Kinderheims“ in der Gemeindevertretersitzung klar.

Nichtsdestotrotz wurde die Bauvoranfrage bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Die Grünen scheiterten mit dem Vorschlag, die Angelegenheit in die Ausschüsse zurückzuverweisen, auch um mit dem Antragsteller mögliche Alternativen entwickeln zu können. Denn gegen das Vorhaben wurden von anderen Fraktionen vor allem baurechtliche Argumente vorgebracht, was den Grünen zu kurz griff.

CDU-Fraktionschef Dr. Jens Ried sah keinen Grund, das Thema weiter zu behandeln. Es sei keine Abstimmung über ein pädagogisches Konzept: „Wir halten die Art der Bebauung für nicht richtig.“ Ähnlich äußerte sich Werner Bodenbender (Bürgerliste). Er verwies auf das Votum des Ortsbeirats, zweifelte zudem an, dass es zulässig wäre, nur ein Grundstück innerhalb des landwirtschaftlich genutzten Gebietes zu beplanen. Dafür müsse man schon eine größere Fläche als bebaubar ausweisen.

von Michael Agricola

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