Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Nordkreis Katharina Heinrich übernimmt den Vorsitz
Landkreis Nordkreis Katharina Heinrich übernimmt den Vorsitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 12.05.2017
Der neue Vorstand: Die stellvertretende Vorsitzende Elli Schmidt (von links), Kreisverbands-Vorsitzender Horst Gunnesch, die neue Vorsitzende Katharina Heinrich mit Tochter Klara-Helene (vorne) und die neue Juniorenvertreterin Heike Bastet. Quelle: Manfred Schubert
Sterzhausen

Der 2015 für vier Jahre zum VdK-Ortsverbandsvorsitzenden gewählte Axel-Bob Schulz-Rojahn legte im ­Juni vergangenen Jahres sein Amt „aus Rücksicht auf seine­ Gesundheit und aufgrund persönlicher Umstände“ nieder,­ erklärte er vor den 30 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung im evangelischen Gemeindezentrum. Durch personelle Änderungen im Vorstand habe er sich mit immer mehr Aufgaben betraut gesehen, die sonst nicht erfüllt worden wären, sei damit auch an seine persönlichen Grenzen geraten.

Vorstand

Neue Vorsitzende: Katharina Heinrich
Neue Juniorenvertreterin: Heike Bastet

Nach reiflicher Überlegung und trotz Mediation durch den Vorsitzenden des Kreisverbands Horst Gunnesch stellte Schulz-Rojahn sein Amt zur Verfügung. „Dem Verein bleibe ich als solidarisches Mitglied treu, sehe mich aber in absehbarer Zeit nicht imstande, wieder ein Amt zu übernehmen“, sagte Schulz-Rojahn. Er dankte den Mitgliedern für ihr Vertrauen sowie dem Vorstand für dessen Geduld mit ihm und wünschte dem neuen Amtsträgern viel Erfolg, aber auch den „Mut und Willen zu nötigen Veränderungen“. Juniorenvertreter Werner­ Weinhart sagte, er lege, wie bekannt, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Die stellvertretende Vorsitzende Elli Schmidt hob in ihrem kurzen Jahresbericht hervor, dass der Zuwachs an Mitgliedern weiter anhalte. Obwohl 14 im Vorjahr verstorben seien, habe deren Zahl von 407 auf 421 zugenommen. Auch der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen sei 2016, im Jahre seines 70-jährigen Bestehens, von 256.000 auf 265.736 Mitglieder gewachsen.

Horst Gunnesch sagte, der VdK Hessen-Thüringen zeige ein unglaubliches ehrenamtliches Engagement, das Problem sei nur, dass man diese Leistung kaum ins Bewusstsein der Gesellschaft bringe. Wenn er 2006 bei der Wahl zum Kreisvorsitzenden gewusst hätte, was auf ihn zukomme, hätte er sich das zweimal überlegt. „Aber ich habe Feuer gefangen, bin mit Leib und Seele Vdkler.“

Ehrungen

Für zehn Jahre Mitgliedschaft: Elli Schmidt II, Dorothea Eppinger, Erika Nies, Hannelore Selbmann, Anita Bamberger, Elisabeth Schmidt, Andrea Kaletsch, Holger Kaletsch, Renate Liske, Bernd Eidam, Anneliese Velte, Rosi Orth, Adina Krämer, Walter Schmidt, Uwe Klingelhöfer, Helmut Rein und Christine Lietzow.

Seit 2009 steht der Kreisverband Marburg mit einem Zuwachs von 900 auf 7000 Mitglieder an der Spitze des Landesverbandes. Die Geschäftsstelle in Marburg hat fünf Tage pro Woche geöffnet, die Berater können wegen Platzmangels aber nur zeitversetzt arbeiten. 1500 persönliche Beratungsgespräche zu sozialrechtlichen Fragen wurden 2016 geführt. Mehr ­gehe nicht in diesen Räumen, sagte der Kreisvorsitzende. Seit fünf Jahren sucht der Verband nach neuen Räumen – bisher erfolglos.

Schließlich ging Gunnesch, der auch das Amt des VdK-Landesschatzmeisters innehat, auf die erste Mitgliedsbeitragserhöhung sei acht Jahren ein: „Wir haben um einen Euro im Monat, von 54 auf 66 Euro, erhöht, und sind im Vergleich immer noch der günstigste Landesverband. Wir bauen keine Luftschlösser, stecken alles in die Betreuung der Mitglieder, und wir brauchen die besten Juristen. Im vergangenen Jahr musste ich zum Haushaltsausgleich schon an die Rücklagen – die Anpassung war unumgänglich.“

Der VdK kämpfe dafür, das Leben in diesem Land lebenswert zu halten. Nicht nur die Mitglieder, sondern Alle hätten einen Vorteil davon, wenn ein barrierefreier Zugang zu einem Rathaus gebaut werde oder bei der Pflegereform die Forderungen des VdK umgesetzt würden, betonte Horst Gunnesch.

von Manfred Schubert