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Nordkreis Jagdgenossen ärgern sich über wildernde Hunde
Landkreis Nordkreis Jagdgenossen ärgern sich über wildernde Hunde
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19:45 20.05.2012
Jagdvorstand Wilhelm Muth (Mitte) informierte die Mitglieder über aktuelle Anliegen. Daneben: die Genossenschaftsausschussmitglieder Burkhard Trusheim (links) und Kurt Bachmann. Quelle: Manfred Schubert

Wollmar. Im dritten Jahr in Folge wurde im Jagdbezirk Woll­mar Rehwild von wildernden Hunden gerissen, berichtete Jagdvorstand Wilhelm Muth während der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen. Erst kürzlich sei in der Gemarkung in Richtung Laisa eine trächtige Ricke gefunden worden, die eindeutig von einem Hund gerissen worden sei. In einem anderen Fall sei ein frei laufender Hund vom Jagdpächter erkannt und Anzeige gegen den Besitzer gestellt worden. Allerdings sei das Verfahren von der Staatsanwaltschaft mangels Beweisen eingestellt worden.

Jagdgenossen und Pächter appellieren an alle Hundebesitzer, ihre Tiere unter Kontrolle zu halten. Falls diese nicht sicher den Befehlen gehorchen, sollten sie besser angeleint bleiben. Dies betreffe auch Spaziergänger mit kleineren Hunden, die nicht in der Lage seien, ausgewachsene Rehe zu reißen. Jedoch können auch diese das Rehwild beunruhigen, in die Flucht treiben und Kitze erwischen. Gerade jetzt im Mai und Juni werden die meisten Jungtiere geboren, die wehrlos und auf ihre Muttertiere angewiesen sind.

Muth teilte den Jagdgenossen mit, dass 2011 der Weg an der Trift nahe des Reitgeländes auf 260 Metern Länge inklusive Bankette saniert wurde. Verschiedene asphaltierte Wege seien zur Überteerung vorge­schlagen worden, jedoch soll die Jagdpacht in diesem Jahr in die Rücklage fließen, um später Sanierungsarbeiten gebündelt angehen zu können. Der Beschluss dazu fiel bei drei Enthaltungen.

Zurzeit gehören der Jagdgenossenschaft Wollmar knapp 300 Jagdgenossen an. Die Einnahmen aus der Jagdpacht werden für Bau und Instandhaltung des Orts-Wegenetzes verwendet.

von Manfred Schubert