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Nordkreis Grundsteuer soll um ein Drittel steigen
Landkreis Nordkreis Grundsteuer soll um ein Drittel steigen
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00:17 06.11.2018
Bürgermeister Peter Funk legte dem Parlament den Haushaltsplan für das kommende Jahr vor. Quelle: Dominic Heitz
Niederasphe

Der Ergebnishaushalt des kommenden Jahres der Gemeinde Münchhausen ist im aktuellen Entwurf mit einem Überschuss von 223 652 Euro ausgewiesen. Den Etat-Entwurf hat Bürgermeister Peter Funk in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Bürgerhaus in Niederasphe vorgelegt. Die Gemeindevertreter werden in den kommenden Tagen nun in den Ausschüssen über Funks Entwurf diskutieren, um in der nächsten Parlamentssitzung dann darüber abzustimmen.

Funk äußerte sich zufrieden über die Zahlen, die er den Münchhäusern anbieten kann. 6,07 Millionen Euro wird die Gemeinde demnach 2019 einnehmen, bei geplanten Ausgaben von 5,8 Millionen Euro.

Auf der Seite der Einnahmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr einiges getan. Um 277 650 Euro liegen sie höher als noch 2018. Das hängt in erster Linie an der geplanten Erhöhung der beiden Grundsteuerhebesätze um 170 Prozentpunkte. Aber auch der Einkommensteueranteil, den die Gemeinde verbuchen kann, ist um rund 92 000 Euro gestiegen. Letzteres sei vor allem der allgemein guten Wirtschaftslage in Deutschland zu verdanken, so Funk.

Der Bürgermeister verwies diesbezüglich auf eine Hochrechnung des hessischen Finanzministeriums. Wiesbaden prognostiziere einen weiteren Anstieg der Einkommensteueranteile für die Gemeinden in Hessen.
Aufseiten der Aufwendung schlagen 2019 wie im laufenden Jahr auch vor allem die Zuschüsse für den Betrieb der Kindergärten zu Buche. Wegen der „nach wie vor hohen Kostenbelastung“ und der demografischen Entwicklung müsse hier an sinnvollen Konzepten gearbeitet werden, so der Bürgermeister.

Weniger Schul- und Kreisumlage fällig

Weil Münchhausen geringere Schlüsselzuweisungen vom Land Hessen erhält, reduziert sich auch die Summe, die die Gemeinde für Kreis- und Schulumlage an das Landratsamt in Marburg überweisen muss.
Peter Funk möchte auch 2019 in die Gemeinde investieren. 622 000 Euro sind dafür in dem Haushaltsentwurf vorgesehen. In den vergangenen Jahren sei vor allem Geld in den Hochbau geflossen. Im kommenden Jahr will sich Funk auf den Erhalt der Infrastruktur konzentrieren. „Der Fokus wird hierbei auf den Straßen liegen“, sagte der Bürgermeister in der Sitzung der Gemeindevertretung.

Die größte Maßnahme mit 115 000 Euro ist der Endausbau des zweiten Abschnitts des Amselwegs in Niederasphe, wovon 103 000 Euro über Erschließungsbeiträge der Grundstückseigner gegenfinanziert werden sollen. 2020 soll dann der Amönauerweg ausgebaut werden. Rund 150 000 Euro wird das kosten, und auch dann werden die Immobilieneigner den Großteil der Kosten zu tragen haben.

Ein weiterer Investitionsposten für 2019 ist der Euricius-Cordes-Platz in Obersimtshausen, der für 40 000 Euro erneuert werden soll. Drei Viertel dieses Betrages werden aus Zuschüssen gedeckt. Für die Arbeiten an der Brücke „Ziegenstall“ in Niederasphe fallen 25 000 Euro an, von denen die Gemeinde 25 Prozent zahlen muss.

Viel wird in die Feuerwehr investiert

Ein dicker Batzen wird 2019 auch in die freiwilligen Feuerwehren investiert. So kauft die Gemeinde für 330 000 Euro ein Feuerwehrfahrzeug, muss davon aber nur 71 000 Euro selbst zahlen. Den Rest übernehmen Landkreis und Land Hessen.
35 000 Euro steckt die Gemeinde in die Löschwasserzisterne in Simtshausen, weitere 5 000 Euro in die Anschaffung von Feuerwehrausrüstung.

Unterm Strich sei seit 2016 eine Trendwende in der Entwicklung des Münchhäuser Haushalts zu erkennen, sagte Peter Funk. Im Haushalt des kommenden Jahres machten sich zudem verschiedene Maßnahmen der Vorjahre positiv bemerkbar. Die Gemeinde hatte zum Beispiel die Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtkörper umgestellt und die Bürgerhäuser energetisch saniert. „Dies allein führt zu Einsparungen von 20 000 Euro für Strom und Heizöl“, so Funk.

Der Bürgermeister will so weitermachen. „Die Konsolidierung wird in den nächsten Jahren konsequent weitergeführt.“ Sinnvolle Ausgabenreduzierung habe oberste Priorität.