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In 219 Tagen sind sieben Jahre geschafft

Grenzgangfest in Sicht In 219 Tagen sind sieben Jahre geschafft

Sie freuen sich alle auf ihr großes Fest und zählen schon längst die Tage. Mit dieser Vorfreude werden die Mitglieder des Grenzgangvereins Wollmar alle damit verbundenen Arbeiten und Aufgaben mit Leichtigkeit stemmen.

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Am Freitagabend ehrten der stellvertretende Vorsitzende Mario Holzapfel (links) und der Vereinsvorsitzende Klaus Peter Fett (rechts) Willi und Rosi Kahler (von links), Gerhard Seipp, Irene Niebl und Ewald Pöppel.

Quelle: Elvira Rübeling

Wollmar. Von wegen Winterschlaf im hohen Norden. In Wollmar tickt die Countdown-Uhr zum Grenzgangfest schon recht laut. Kein Wunder, dass Freitagabend rund die Hälfe der 287 Mitglieder des „Grenzgangvereins Wollmar“ zur Jahreshauptversammlung ins Bürgerhaus zur Standortbestimmung kam.

Es herrschte eine fröhliche Stimmung und schnell wurde noch über die Anschaffung von Grenzgangjacke abgestimmt.

Die Menschen, die in diesem Jahr vom 5. bis 9. September das Fest besuchen werden, können sich auch schon freuen. Die Festausschüsse haben bisher gut gearbeitet und schon viele Programmpunkte fix gemacht. Der Ausschuss für die Ausschmückung von Festplatz, Zelt und Dorf wurde mit rund 25 jungen Leuten besetzt. Des Weiteren stehen unter anderen der Fest-, Musik-, Festzug,- Buch- und Werberausschuss als Garanten für das Gelingen des Grenzgangfestes, das auf eine lange Tradition zurückgeht und seit 1978 von einem eigenen Verein organisiert wird.

„Danke für die gute Arbeit der Ausschüsse“, so der Vorsitzende Klaus Peter Fett, der so wie viele andere positiv staunend die Sachstandsberichte der Ausschüsse zur Kenntnis nahm.

Die „Big Band Battenberg“, „Donau Power“, die „Lahntaler“ und die „Grenzgangmusikanten Lahntal“ werden im großen Festzelt auf dem Sportplatzgelände mit dabei sein. Auf den Frühstücksplätzen ist die Feuerwehrkapelle Dodenau mit von der Partie und beim stehenden Festzug am Fest-Sonntag wird der Posaunenchor Bracht für Unterhaltung sorgen.

Am späteren Nachmittag soll dann aus dem stehenden Festzug in dem vier Generationen Wollmars vertreten sind, ein gehender Festzug werden. Gemeinsam mit den Besuchern soll es dann zum Festplatz auf den Sportplatz gehen.

Zum Grenzgangfest, wird wie bei den fünf Festen zuvor, wieder ein Nachschlagewerk über Wollmar erscheinen. Diesmal unter dem Titel „Das Leben der Bürger und Neubürger in Wollmar nach 1945.

1977 nahm der Verein mit 63 Mitgliedern seine Arbeit auf und richtete nur ein Jahr später ein Grenzgangfest aus - das erste nach der Gebietsreform von 1974. Der Erfolg zeigte, dass mit der Gebietsreform das Grenzgangfest keineswegs ein Auslaufmodell wurde.

In der langen grenzganglosen Zeit bestimmt schwerpunktmäßig die Dorfverschönerung, die Pflege von Grünflächen und das Aufstellen von Bänken sowie Besuche von Veranstaltungen gleichgesinnter Vereine das Vereinsjahr.

Mitte März werden sie beim Nachbarschaftsfest und am Ende des Monats beim Rückersfest in Laisa mit dabei sein. Im Juli steht natürlich die Teilnahme beim Grenzgang in Buchenau ins Haus, bevor es endgültig in die letzte Runde der Vorbereitungen zum eigenen Grenzgangfest im September geht.

HINTERGRUND

„Schauplatzder Geschichte“

Als Teil des Festzuges führt die Wollmaraner Dorfjugend wieder eine aufwändige Inszenierung zur Dorfgeschichte auf.

Jüngst fand ein erstes Treffen des Arbeitskreises „Schauplatz der Geschichte“ während der Jahreshauptversammlung der Kameradschaft Wollmar statt. Der überwiegende Teil der Jugendlichen sagte spontan zu, an der Aufführung unterhalb der Kirche, in der die Wollmaraner Geschichte von den frühesten Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts dargestellt wird, mitzuwirken. Werner Seipp und Walter Wagner, die schon vor sieben Jahren Regie geführt haben, sind auch in diesem Jahr dabei, um ihre Erfahrungen einzubringen.

Werner Seipp hat das Manuskript der vergangenen Veranstaltung überarbeitet und erläuterte den Jugendlichen zunächst den groben Ablauf der Aufführung. Fünf Arbeitsgruppen kümmern sich um die Platzbepflanzung, die Erstellung von Gebäuden, Anfertigung von Kostümen, Bühnentechnik wie Beleuchtung und Beschallung. Die fünfte Gruppe wurde mit der Beschaffung bühnentauglicher Pferde und Schafe beauftragt. Auch einige Hunde und Ziegen sollen das Bühnenbild lebendig gestalten.

Mitte Februar finden sich alle Ausschussmitglieder zusammen um den weiteren Ablauf zu besprechen. Ab Mai ist geplant, mit den ersten Proben zu beginnen. 40 Jungen und Mädchen werden sich dann als Schauspieler in Wollmaraner Mundart üben.

von Elvira Rübeling

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