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„Immer gut zu Fuß auf unseren Wanderwegen“

Lahnwanderweg „Immer gut zu Fuß auf unseren Wanderwegen“

Die ersten Eindrücke waren gut, der Weg prima begehbar, das Wetter passte: Der Lahnwanderweg hat im Landkreisseine erste Bewährungsprobe bestanden.

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Biedenkopf. Mehr als 280 Kilometer kann man auf dem neuen Weg durchgängig von der Quelle bis zur Mündung der Lahn durch drei Bundesländer zurücklegen. Gut 60 Wanderer trafen sich gestern Früh am Biedenkopfer Bahnhof, um bis nach Caldern zu laufen - das sind etwa 27 der 80 Kilometer, die der Weg durch den Kreis führt.

Wanderführer war der, der diesen Weg wohl mit am besten kennt: Burkard Langefeld hat ihn Schild für Schild ausgezeichnet. Fünf Kilometer schaffte er am Tag, knapp 80 Kilometer mussten insgesamt mit dem Wellenlogo des Wanderwegs versehen werden - so deutlich, dass sich auch Ortsfremde nicht verlaufen.

An einer Stelle hätte die Markierung etwas genauer sein sollen, meinte eine Wandererin bei der Mittagsrast in Buchenau, doch sonst traf die Wegeführung, die zum Teil entlang bereits bestehender Pfade verläuft, auf Lob und Zustimmung. „Eine sehr schöne Strecke“, hieß es.

Allerdings hatten die Teilnehmer durchaus verschiedene Vorstellungen vom angemessenen Tempo. Das Feld der Wanderer zerfaserte sich schnell nach dem Start und während die ersten schon vor 12 Uhr in Buchenau eintrafen, kam die „Nachhut“ eine Stunde später an. Landrat Robert Fischbach griff das bei der Eröffnungsrede auf - der Weg sei ja eigentlich „kein Rennsteig“. Als er den Wetteraner Heinrich Reh augenzwinkernd als „Tempomacher“ direkt ansprach, gab der trocken zurück: „Es gibt halt Leute, die laufen schnell und andere, die laufen langsam.“ In Ermangelung eines besseren Wandergrußes rief Fischbach den Teilnehmern ein „immer gut zu Fuß auf unseren Wanderwegen“ zu - auf dass den Premierenwanderern viele weitere folgen.

von Michael Agricola

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