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Hundemeute nimmt die Verfolgung auf

Wetter packt das Jagdfieber Hundemeute nimmt die Verfolgung auf

Fast 50 Reiter folgten der Einladung nach Wetter und nahmen an der Landesverbandsschleppjagd teil. Die Zuschauer verfolgten das Spektakel aus den Begleitfahrzeugen.

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Die Reiter und Foxhounds der Taunusmeute bei der Schleppjagd.

Quelle: Martin Diehl

Wetter. Von Wetter aus startete die Meutejagd in Richtung Todenhausen. Dort wurden die Hunde das erste Mal „angelegt“. Die Meuteführer versuchten die Hunde zu halten, während der Schleppenleger davonritt. Wenige Minuten später wurden die Hunde freigelassen, die lautstark auf der Fährte davonstürmten. Dann hieß es „Gute Jagd“ – und die Reiter zogen im Galopp über Feldwege und Wiesen in Richtung Amönau.

Der Reit- und Fahrverein Wetter (RFVW) richtet nicht nur jährlich ein großes Reitturnier aus, sondern in unregelmäßigen Abständen auch eine Meutejagd. Zum 40-jährigen Bestehen des Reit- und Fahrvereins Wetter (RFVW) würdigte der Landesverband der Reit- und Fahrvereine das Engagement der Wetteraner und die Landesverbandschleppjagd ging nach Wetter.

Für die Reiter galt es Hindernisse zu überwinden

Zur Erklärung: Eine Schleppjagd ist unblutig. Die Hundemeute folgt einer künstlichen Fährte, die vom Schleppenleger – dem Wetteraner Martin Keßler – gelegt wurde. „Aber das wissen die Hunde ja nicht, dass es nur eine künstliche Fährte ist“, erklärt Jagdherrin Julia Läßig. „Sie jagen mit der gleichen Leidenschaft wie ihre Vorfahren.“ Julia Läßig ist nicht nur Mitglied im Reitverein Wetter, sondern auch Präsidentin der Taunusmeute, einer der beiden hessischen Vereine, die eine eigene Hundemeute führen.

Als Hunde und Reiter am Rapunzelhäuschen vorbeikamen, warteten bereits die Jagdhornbläser auf sie. Drei Galoppstrecken später war ein „Stopp“ in Oberndorf. Die Jagd war gespickt mit einigen Hindernissen und die Reiter mussten überbauten Gräben und eine fünf Meter breite Bank überwinden. Die Bank fertigte der Warzenbacher Heiko Feußner, ebenfalls Mitglied im Reitverein Wetter, speziell für diese Jagd an. Auch Bernd Backhaus, Parcourschef bei internationalen Vielseitigkeitsprüfungen, spendete dem Verein drei eigens angefertigte Hindernisse. Nach sieben „Schleppen“, wie die Jagdreiter ihre Galoppstrecken nennen, trafen die Reiter am Reitplatz in Wetter ein.

Die Jagdreiter, die zum Teil weit angereist waren, zeigten sich durchweg zufrieden und versprachen, zur nächsten Meutejagd wieder nach Wetter zu kommen. Der Abend klang gesellig im Reiterstübchen aus und die Mitglieder schmiedeten Pläne für das nächste Highlight des Vereins – den Kreisreiterball.

Jagdhornbläser stimmten auf die Meutejadg ein

Bereits am Vortag stimmten sich Reiter und Besucher auf den Jagdtag bei einem Jagdhornbläserkonzert in der Stiftskirche in Wetter ein. Julia Läßig moderierte durch das Konzert mit den Parforcehornbläsern Marburg und mit der Rallye Rheingau. Neben Stücken aus der Hubertusmesse erklangen auch „Fanfaren“ aus der Parforcejagd in der Stiftskirche.

„Eine Fanfare, die ein Reiter aufgrund der Situation nicht so gerne hört, die jedoch in ihrer Musikalität ein wenig Schadenfreude erkennen lässt, ist zum Beispiel die Sturzfanfare“, erklärte Julia Läßig den Zuhörern die Bedeutung des Stückes.

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