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Nordkreis Hilfe, Gesellschaft und Spaß für Ältere
Landkreis Nordkreis Hilfe, Gesellschaft und Spaß für Ältere
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18:34 08.03.2012
Gesa Zickermann (links) und Katja Kirsch (rechts) freuen sich mit Bürgermeister Volker Carle über die weitere Zusammenarbeit mit Sabine von Aschwege-Vießmann als Koordinatorin des Seniorennetzwerkes Cölbe. Quelle: Götz Schaub
Cölbe

„Neben dem Klimawandel ist der demografische Wandel eine große Herausforderung für die Kommunen, Antworten zu finden“, sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle. Ein sehr interessantes Angebot an ältere Menschen entsteht derzeit in der Mitte von Cölbe: Ein Seniorenheim in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Kindergarten, um den Generationenaustausch zu fördern.

Aber darüber hinaus leben natürlich in Cölbe noch sehr viele ältere Menschen in ihrem eigenen Zuhause und wollen dies auch gern, so lange es geht, tun, auch wenn sie nicht mehr ganz so mobil sind oder verschiedene anfallende Arbeiten nicht mehr selbst erledigen können. Damit sie dies können, gibt es das Seniorennetzwerk Cölbe, das im August vergangenen Jahres als Leuchtturmprojekt „Freiwillig im Landkreis – Spuren hinterlassen“ startete.

Dieser Tage unterzeichneten Bürgermeister Volker Carle und die Koordinatorin des Seniorennetzwerkes Cölbe, Sabine von Aschwege-Vießmann, eine Übereinkunft über eine weitere Zusammenarbeit. Gesa Zickermann, Projektleiterin Demografischer Wandel Landkreis Marburg-Biedenkopf und Katja Kirsch Projektleiterin von der Freiwilligenagentur haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass das Leuchtturmprojekt in Cölbe erste Früchte trägt und weiterentwickelt wird. „Sabine von Aschwege-Vießmann ist ein Beispiel dafür, dass man Antworten auf die auf uns zukommenden Aufgaben finden kann – eben mit Menschen, die sich aktiv ins dörfliche Leben über ein Netzwerk einbringen“, sagt Carle. Er ist der Koordinatorin umso mehr dankbar, da sie gar nicht selbst aus Cölbe stammt, sich aber mit aller Kraft und Ideenreichtum für die Cölber einbringt. Aus den ersten Kontakten zwischen Netzwerk und älteren Leuten, derzeit sind sechs Personen im Netzwerk aktiv, hat sich ein sehr ehrgeiziges Konzept entwickelt, das von Aschwege-Vießmann nun auch gerne umsetzen möchte.

  • Die erste Säule bildet der Besuchs- und Hilfsdienst. „Wir bieten keine unentgeltliche Putzfrau“, stellt die Koordinatorin klar. Aber es gebe genügend (kurze) Arbeiten, für die kein Handwerker komme beziehungsweise viel zu teuer wäre.
  • Die zweite Säule des Konzepts beschäftigt sich mit den aktiven älteren Menschen, die beispielsweise noch Rad fahren, verschiedene Kurse besuchen möchten, um sich zu beschäftigen und weiterzubilden oder gerne gemeinsame Tagesfahrten unternehmen möchten.
  • Die dritte Säule des Konzepts ist die Transparenz, die das Netzwerk bekannter und im dörflichen Leben etablieren soll. „Wir wollen nicht andere Angebote oder Anbieter verdrängen, sondern uns entsprechend eingliedern“, sagt von Aschwege-Vießmann. Deshalb möchte das Netzwerk die anderen Angebote, etwa von Vereinen und der Kirche, gleichberechtigt in einer Broschüre bündeln, und der Zielgruppe zur Verfügung stellen.

Das Seniorennetzwerk Cölbe besteht ausschließlich aus Freiwilligen, die anderen Menschen in der Gemeinde helfen wollen. Übergeordnet betreut wird das Projekt von der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf in Kooperation mit der Gemeinde Cölbe. Koordinatorin in Cölbe ich Sabine von Aschwege-Vießmann. Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte oder entsprechende Fragen hat, kann dies tun in der Sprechstunde jeden Montag von 15 bis 16.30 Uhr im Gebäude Heuberg 1 in Cölbe oder auch nach Vereinbarung. Kontakt: Telefon 06421/8091390; Mobil 0160/4781905 oder auch per E-Mail an vonaschwege-viessmann@coelbe.de

Das Seniorennetzwerk sucht auch noch Mitmenschen, die sich freiwillig für andere Menschen einsetzen wollen.

von Götz Schaub