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„Heimstätte“: Verkaufspläne machen Sorgen

Wetter „Heimstätte“: Verkaufspläne machen Sorgen

Müssen im Landkreis bald Tausende Mieter der Nassauischen Heimstätte Mieterhöhungen fürchten? Der vom Land erwogene Verkauf seiner Anteile könnte dazu führen.

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Die Nassauische Heimstätte besitzt in der Stadt Wetter 153 Wohnungen, etwa in der Goethestraße 22.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Das ist zumindest die Befürchtung von Gewerkschaftern und Kommunalpolitikern: Wenn die Gesellschaft verkauft wird, könnten Wohnungen in weniger attraktiven ländlichen Lagen auf der Strecke bleiben. Auch die Rolle der Heimstätte in Stadtentwicklungsprojekten wie „Soziale Stadt“ sehen Kritiker in Gefahr.

Das Land trat dem am Mittwoch auf OP-Nachfrage entgegen. Der Sachstand sei unverändert, hieß es vom Finanzministerium. Ein Verkauf an einen privaten Finanzinvestor werde nicht in Betracht gezogen. Mit Interessenten werde das Land Gespräche führen, im Laufe des Jahres soll die Entscheidung fallen, ob verkauft wird. Die Mieter – im Kreis sind knapp 3.000 Wohnungen betroffen – bräuchten sich keine Sorgen um den Fortbestand der Mietverhältnisse und der damit verbundenen Konditionen zu machen, so Ministeriumssprecher Stefan Löwer.

Heimstätte-Arbeitnehmervertreter und Aufsichtsratsmitglied Bernhard Stöver hält eine Zerschlagung der Heimstätte für wahrscheinlich, wenn die attraktiveren Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet an dortige Interessenten gingen. Die Folgen könnten unter anderem steigende Mieten, die Vernachlässigung der Quartiere und Entstehen neuer sozialer Brennpunkte sein, fürchtet der mittelhessische DGB-Sekretär Ulf Immelt.

von Michael Agricola

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