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Nordkreis Heimatgefühle vereinen Jung und Alt
Landkreis Nordkreis Heimatgefühle vereinen Jung und Alt
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17:45 22.03.2012
Jung und Alt baten im Bürgerhaus Wollmar gemeinsam zum Tanz. Links: „s‘Anna“ bot tiefe Einblicke in die Welt der Trachten.Fotos: Simone Schwalm
Wollmar

"Trachtentechnisch sind wir in Hessen ein Augenschmaus", verkündete Klaus Peter Fett alias "s‘Anna" stolz mit Blick auf seine Trachtengruppe Wollmar. In grauer Tracht stellte der erste Vorsitzende den Besuchern die Haupttanzgruppe und die drei Kindertanzgruppen vor. Neben ihren Tänzen und dem Vortragen von Frühlingsgedichten begeisterten die Mädchen, jungen Frauen und Männer vor allem mit ihrer Kluft. "Damit sind Heimatgefühle verbunden", erklärte die Seniorenbeauftragte Heidemarie Schneider. "Auch junge Menschen haben wieder Sehnsucht nach Verortung, Konstanz, Echtheit und Überschaubarkeit", erläuterte sie das zweite Motto "Heimat-Renaissance" für den Seniorentreffpunkt. Mit dem ersten Motto "Europäisches Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen" orientierten sich die Organisatoren des Nachmittags an der Motto-Wahl der Europäischen Union für das Jahr 2012. Das Ziel des gemeinsamen Nachmittags war "ein Zusammenrücken von Jung und Alt". Dies gelang hervorragend, nicht nur als die Mädchen, jungen Frauen und Männer der Wollmarer Trachtengruppe mit Mitgliedern der Seniorentanzgruppe den "Fröhlichen Kreis" und "Rosestock Holderblüh" gemeinsam tanzten. "Jung und Alt passen wunderbar zusammen, man muss sich nur Mühe geben", freute sich Schneider.

Die Senioren hörten interessiert den Ausführungen "Annas" zu, die mit ihrem detaillierten Wissen über Trachten verschiedener Zeitepochen alle zum Staunen brachte. Ihre Ausführungen frischte sie mit sympathisch-schlagfertigem Humor und mütterlich-peniblen Kleidungsanweisungen auf: "Die Haare gehören selbstverständlich alle aus dem Gesicht. Sind sie noch nicht lang genug, um sie unter den Schnatz zu stecken, werden zwei Rattenschwänze geflochten."

Festlich eingekleidet

Bewundernde Blicke ernteten Carolin und Nadine, die s‘Anna und ihre Helferin Julia für festliche Anlässe einkleideten. Carolin durfte sich farbenfroh zeigen und verzauberte die Zuschauer, als sie als Krönung ihrer schönen Tracht einen Blumenkranz um die Stirnkappe geschnürt bekam. Nadine und Julia präsentierten sich als Bräute in glänzenden schwarzen Trachten. "Bei einer Hochzeit trug man aber nur in der Kirche schwarz", erklärte Fett. Im Unterschied zu der Hochzeitstracht musste die Kleidung bei einer Beerdigung dumpf-schwarz sein, selbst die Knöpfe durften nicht glänzen. War die Trauerkleidung dunkelbraun oder grau, musste zumindest die Schnürung schwarz sein. Die Falten der Jacke und Schürze gaben Auskunft über den Trauergrad, erläuterte sie. Abschließend fand eine kleine Modenschau statt. Die Frauen und Männer präsentierten sich als Hochzeitspaar, Hochzeitsgäste, Kutscher und in Arbeitskleidung. Von diesem Seniorennachmittag zeigten sich alle begeistert. 40 Ehrenamtliche aus den Ortsteilen Münchhausen, Niederasphe, Oberasphe, Simtshausen und Wollmar hatten die Veranstaltung organisiert, während der es neben der Unterhaltung durch Anna und die Trachtentanzgruppen ein reichhaltiges Buffet zum Brunch gab. Schneider würdigte das Engagement aller Beteiligten: "In unserer Großgemeinde funktioniert der Gemeinschaftssinn."

nDer nächste Seniorentreffpunkt findet am Mittwoch, 18. April, um 14.30 Uhr im Bürgerhaus Simtshausen statt. Detlef Ruffert wird über die Figur Rübezahl referieren. Die Seniorentanzgruppe trifft sich jeden Mittwoch um 10 Uhr im Bürgerhaus Oberasphe. Für die Studienreise zum Gardasee der Gemeinde Münchhausen für "Jung und Alt" sind noch Plätze frei.

Fragen und Anmeldungen sind an Heidemarie Schneider zu richten: Telefon 06457/425

von Simone Schwalm

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