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Haushaltsloch wächst um 198.000 Euro

Münchhausen Haushaltsloch wächst um 198.000 Euro

Gerade ging es im Münchhäuser Parlament noch um das überarbeitete Haushaltssicherungskonzept, da brachte Bürgermeister Peter Funk schon den ersten Nachtrag in den Haushalt ein.

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Der Bewilligungsbescheid für die Sanierung der Wollmarer Scharrstraße ist da. Das bedeutet aber auch, dass Bürgermeister Peter Funk einen Nachtragshaushalt einbringen muss.

Quelle: Götz Schaub

Wollmar. Beide Tagesordnungspunkte wurden am Dienstagabend einstimmig verabschiedet beziehungsweise zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen, gleichwohl blieb die Diskussion nicht ohne einige markige Worte.

Denn dass der Landkreis als Aufsichtsbehörde das erste Haushaltssicherungskonzept als unzureichend zurückgewiesen hatte, obwohl die Gemeinden im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg nach Funks Angaben mit vergleichbar ausgearbeiteten Konzepten ohne Beanstandungen durchgekommen waren, ärgerte die Münchhäuser Abgeordneten.

Vor allem, weil sie selbst zum ersten Mal ein vergleichsweise kleines Defizit im Etat ausweisen mussten. Klaus Weisenfeld (SPD) fand es deshalb „befremdlich“, dass das ausgerechnet von dem Leiter einer Aufsichtsbehörde moniert werde, der es geschafft habe, mehr als 80 Millionen Schulden aufzuhäufen.

Der Nachtragshaushalt, durch den das Defizit von veranschlagten 385.000 Euro auf 583.000 Euro steigt, war notwendig geworden, weil die Großgemeinde vor kurzem die Bewilligungsbescheide zu den Straßenbauprojekten Raiffeisenstraße (Niederasphe) und Scharrstraße (Wollmar) bekommen hat und den Eigenanteil zusätzlich in den Haushalt aufnehmen muss. Auch die Haushaltsansätze für die Bahnhofsvorplätze in Münchhausen und Simtshausen wurden mit entsprechenden Mehrkosten und -einnahmen (durch Zuschüsse) aufgenommen.

von Michael Agricola

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