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Harvester im Burgwald: Waldwege breitgefahren

Mellnau Harvester im Burgwald: Waldwege breitgefahren

Groß angelegte Arbeiten an Steilhängen im Burgwald machen den Einsatz von Maschinen notwendig, die eigentlich nicht in das sensible Burgwaldgebiet passen.

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Tiefe Furchen zeigen auf, dass hier schwere Fahrzeuge entlanggefahren sind. Zum Laufen und Spazierengehen ist dieser Weg dadurch weniger geeignet.

Quelle: Privatfoto

Mellnau. Eberhard Normann, Dienststellenleiter des Forstamtes Burgwald des Landesbetriebs Hessen Forst, weiß, dass derzeit große Plagegeister im Burgwald ihr „Unwesen“ treiben. Doch dieses Unwesen, sprich das Breitfahren von Feld- und Waldwegen, müsse man leider einmal hinnehmen, sagt er.

„Die Maschinen sind an verschiedenen Steilhängen im Einsatz, die seit Jahren nicht bewirtschaftet werden konnten“, informiert er auf OP-Nachfrage. Mit schwerem Gerät, sogenannten Harvestern, werden unter anderem Bäume, die von Käfern befallen sind, sowie durch Sturm umgefallen sind aus den Hängen herausgeholt.

Werner Weinhart aus Caldern ist gerne im Burgwald unterwegs. Sportfreunde aus Wetter und Umgebung nutzen den Wald auch für ihre Lauftrainingseinheiten. Zuletzt musste Weinhart zur Kenntnis nehmen, dass einer der beliebten Wege, der sogenannte Grasweg“, „ein weicher Waldweg, der so gut wie keine Unebenheiten aufweist“, nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Weinhart beschreibt, wie der Weg Mitte September aussah: „Der Weg ist jetzt fast doppelt so breit wie vorher, verursacht durch die überdimensionalen, breiten Fahrzeuge. Links und rechts sind tiefe Spurrillen, jede fast einen Meter breit und 30 bis 50 Zentimeter tief.

Am besten ist ein Besuch vor Ort. Eine hilfreiche Broschüre ist dabei der Erlebnisführer „Burgwald erleben“ von der Region Burgwald-Ederbergland mit den vielen Extratouren, die auch im Herbst ihre Reize haben.

von Götz Schaub

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