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Handwerk, Spezialitäten und ganz viel Amönau

Rapunzelmarkt Handwerk, Spezialitäten und ganz viel Amönau

Wer einmal auf dem Rapunzelmarkt war, lässt andere Veranstaltungen ausfallen und kommt wieder. Denn ein Besuch auf dem Amönauer Markt lohnt sich nicht nur wegen der Geselligkeit.

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Über sieben Brücken musst du gehen: In Amönau lohnte sich das Überqueren des Bachs gestern immer wieder, denn überall gab‘s tolle Neuentdeckungen (Fotos im Uhrzeigersinn) – Likör bei Ilse Knoth (links) und Waltraud Mews, Bier aus der Hausbrauerei von Armi

Quelle: Nadine Weigel

Amönau. Ganz schön was los in Amönau. In dem Wetteraner Ortsteil geht‘s sonst beschaulich zu, doch gestern schlenderten Hunderte Besucher aus der Region durch die Dorfstraßen. Daran änderte auch der wiederkehrende Regen nichts.

Es ist kein Wunder, dass der Rapunzelmarkt so gut ankommt - Marktmeister Kurt Muth und seine Mannschaft wissen, wie es funktioniert. Und so bot Amönau seinen Gästen einen perfekt organisierten und gut durchgeplanten Markt mit mehr als 100 Ständen und Angeboten, auf dem sich auch Ortsfremde dank Übersichtsplan zum Mitnehmen problemlos orientieren konnten.

Hinzu kommt das tolle Ambiente - Amönau wirkt mit dem Bachlauf mitten durch den Ort und seinen sieben Brücken ganz malerisch und verträumt. Und dann die Auswahl, die der Markt bietet: Sie hebt sich deutlich ab von dem, was die Menschen von den meistern Dorfmärkten kennen. Klar, die geliebten Kurzwaren gibt‘s in Amönau auch, aber darüber hinaus noch so viel mehr.

Ein paar Stunden auf dem Rapunzelmarkt und der Geldbeutel ist leer. Die vielen Stände mit Produkten aus regionaler, handwerklicher Erzeugung und die vielen Spezialitäten aus der Region, da wird man schnell schwach. Kenner des Markts geben, wenn sie selbst verhindert sind, auch gern mal Bestellungen auf: Der Himbeer-Likör aus Amönauer Herstellung soll‘s sein, der Waldhonig vom heimischen Imker außerdem, und dann bitte auch noch dieser tolle Käse mit Rucola, hergestellt im Westerwald. So kann‘s einem gehen. Wer zwischen Kräuter- und Seifenständen, zwischen Handwerks- und Braukunst, Antiquitäten und Schmuck, Oldtimer-Traktoren und mobilem Reptilienzoo nichts findet, was sich zu kaufen oder zu bewundern lohnt, der macht irgendwas falsch. Allein wegen der vielen Kostproben von Marmeladenbrot bis Eierlikör, von roter Wurst bis Hausmacherbrot, lohnt sich ein Gang über den Markt. Probieren konnte man beispielsweise Latzkos Bier aus der Hausbrauerei. Der Amönauer Armin Latzko stellt es her - „in kleinen Mengen, nur 500 Liter pro Sud“, wie er erklärt, „unfiltriert und rein handwerklich gebraut“.

So frisch und gut wie Latzkos Bier schmeckte auch die Marburger Traditionsmilch, die die Molkereigenossen auf dem Lindenhof zur Kostprobe ausschenkten. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hatte den Rapunzelmarkt zum Anlass genommen, um mit Harald und Silke Fett auf deren Bauernhof einzuladen. Viele kosteten die Marburger Milch, die es seit einer Woche in heimischen Rewe-Märkten zu kaufen gibt. Die Rückmeldung, die die Molkereigenossen bekamen: „Schmeckt wie frisch vom Bauernhof.“ Und so soll es auch sein, denn die Milchbauern wollen mit ihrem gentechnikfrei hergestellten Produkt punkten - mit einer Milch, bei der die Keime durch Zentrifugieren schonend herausgeschleudert werden, und die so ihren ursprünglichen Geschmack behält.

von Carina Becker

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