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Hallenbad ähnelt einer Tropfsteinhöhle

Erneute Sanierung Hallenbad ähnelt einer Tropfsteinhöhle

Vor neun Jahren wurde das 1968 erbaute Hallenbad in Wetter renoviert. Offenbar wurden dabei Fehler gemacht, denn jetzt steht erneut eine Sanierung des Beckens an.

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Das Hallenbad in Wetter bleibt ein Sorgenkind der Stadt.

Quelle: Michael Agricola

Wetter. Mehr als eine Stunde der zweieinhalbstündigen Sitzung widmeten sich die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Umwelt am Montagabend dem schlechten Zustand des Hallenbadbeckens und den Möglichkeiten zur Sanierung.

Nun hängen an den heraustretenden Rohren an Stalaktiten von Tropfsteinhöhlen erinnernde Gebilde. Zudem seien viele Fliesen hohl oder gerissen. In der Folge werde die Betonbewehrung von dem Chlor im Wasser angegriffen. Wenn man das Becken nicht abdichte, werde eine Betonsanierung nötig.

Bei den Siebabdeckungen der Abflüsse fehlten Sicherheitseinrichtungen wie eine Vakuumabschaltung, so dass beispielsweise lange Haare der Badegäste angesaugt werden könnten. In manchen Bädern habe es deswegen schon Todesfälle gegeben. Auch fehlten Düsen, die für eine gute Durchströmung des Beckens und den Abtransport von Schmutzpartikeln nötig wären.

Die „mittlere“, 336.000 Euro teure Lösung wäre der Einsatz von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), der in drei Lagen wie Laminat aufgelegt würde. Am langlebigsten und strapazierfähigsten wäre aber Edelstahl, der 386.000 Euro kosten würde. Dabei und bei GFK könnte die Stehstufe verkleinert und das Becken verlängert werden.

In allen Fällen kämen noch 101.000 Euro für Beckenhydraulik und Sicherheitseinrichtungen hinzu.

Insgesamt lägen die Kosten bei der günstigsten Lösung bei 528.000 Euro, mit der haltbaren Edelstahlwanne bei 624.000 Euro. Die Stadt kann mit etwa 300.000 Euro an Fördermitteln rechnen.

von Manfred Schubert

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