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Nordkreis Gift-Anschläge auf Bäume in Wetter
Landkreis Nordkreis Gift-Anschläge auf Bäume in Wetter
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17:48 18.05.2017
Hier liegt mutwillige Beschädigung vor, befindet der nabu Wetter. Das Foto zeigt die angesägte Eiche. Quelle: Nabu Wetter
Unterrosphe

Der aufregendste Teil der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, die am Dienstagabend im Bürgerhaus in Unterrosphe stattfand, ergab sich aus den in der Einwohnerfragestunde gestellten Fragen zu Baumfällungen (die OP berichtete über eine entsprechende Anfrage der Grünen in der vorangegangenen Parlamentssitzung).

Darüber hinaus machte der Nabu aber auch offensichtliche Anschläge auf drei alte Bäume im Hindenburgpark öffentlich, die zum Teil angesägt, angebohrt und wohl vergiftet wurden.

Josef Ott hatte während der ehrenamtlichen Säuberung von Nistkästen im Park des städtischen Kindergartens in der Amönauer Straße für die Nabu-Ortsgruppe Wetter festgestellt, dass dort etwa 30 alte Bäume mit Stammdurchmessern bis zu 70 Zentimetern gefällt worden seien. Bei diesen hätten keine Schäden vorgelegen, ersichtlich aus dem noch vor Ort liegenden Holz.

Die Fällung im oberen Bereich sei wegen der anstehenden Baumaßnahme nachvollziehbar, unverständlich jedoch, warum 15 Bäume im östliche Randbereich „dran glauben mussten“. Ott wollte wissen, wer dies angeordnet beziehungsweise genehmigt habe.

Weiter fragte er, wer einen Haufen Baum- und Astschnitt in der Mitte eines Grundstückes am Galgenberg verbrannt habe, auf dem der Nabu Wetter 150 Obstbäume betreue und pflege. Das Schnittmaterial habe Vögeln und Kleintieren Schutz bieten sollen.

Die Erste Stadträtin Helga Hübener (SPD) antwortete, in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) seien die Bäume auf dem Kita-Gelände einer Prüfung unterzogen und teilweise schwere Schädigungen festgestellt worden. Gerade bei den Nadelgehölzen als Flachwurzlern sei die Standfestigkeit nicht mehr gegeben gewesen. Es gebe ein Konzept zum Ausgleich. Im Herbst sollen kleinwüchsige Bäume, auch Obst, gepflanzt werden. Bezüglich der Astschnittverbrennung bat sie den Nabu, den Bauhof zu informieren, wenn solche Dinge liegen bleiben sollen.

Ott erwiderte, er habe ein Schreiben von der UNB, dass nur in dem Bereich, wo gebaut werden soll, die Bäume untersucht wurden. Die UNB wälze also die Verantwortung von sich ab. Die Bäume waren nicht krank, das sei eine Schutzbehauptung, meinte Ott, der diese vom jährlichen Nistkasten-Aufhängen kannte.

Hübener sagte, falls nicht alle krank waren, so seien wegen des Gesamtkonzeptes mehr Bäume gefällt worden. Auch habe ihr eine Anwohnerin berichtet, bei Stürmen habe diese Angst gehabt, dass einer der großen Bäume auf das Gebäude stürzen könne.

Weiter wies Ott darauf hin, dass im Hindenburgpark drei Bäume beschädigt wurden, wohl in der Absicht, diese absterben zu lassen. Man habe bereits den Bürgermeister informiert, dieser habe Anzeige gegen unbekannt erstatten wollen. Eine Birke, eine Eiche und ein Ahorn wurden angebohrt und die 20 Löcher mit einer wohl giftigen Substanz gefüllt.

Grüne wollen Plänezum Kindergarten sehen

Bei der etwa 300 Jahre alten Eiche wollten der oder die Täter wahrscheinlich auf Nummer sicher gehen und sägten den Stamm mit 3,20 Metern Umfang zu drei Vierteln durch, berichtete der Nabu-Vorsitzende Hermann Schmack im Gespräch mit der OP und stellte Fotos zur Verfügung. Unter dem Punkt Verschiedenes griff Klaus Gerber, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, am Ende die Frage des Nabu nochmals auf. Es heiße, es seien wegen des Gesamtkonzepts viel mehr Bäume auf dem Kindergartengelände gefällt worden als für den Anbau nötig. „Wir Stadtverordnete haben noch keinen Plan gesehen, ich möchte, dass wir eingebunden werden“, forderte er.

Auch sei ihm zu Ohren gekommen, der Hindenburgpark solle komplett gefällt werden. In der nächsten Bauausschusssitzung sollte alles auf den Tisch kommen, was den Hindenburgpark und die Kitaplanung betreffe, sagte Gerber. Hübener antwortete, dass das Konzept noch nicht fertig, sondern in Arbeit sei.

von Manfred Schubert

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